Zu Erntedank nimmt Christian Cordes, Superintendent im Kirchenkreis Lüneburg, die Hoffnung in den Blick:
„Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Zwischen diesem Satz und dem „finsteren Tal“ spielt sich unser Leben ab. Es gibt Tage der Fülle und Tage der Sorge. Zeiten, in denen wir dankbar genießen können, und Zeiten, in denen uns die Zukunft bedrängt. Erntedank erinnert uns daran: Wir müssen das Dunkel nicht leugnen, um dankbar zu sein. „Ich fürchte kein Unglück, denn du bist bei mir“, heißt es im Psalm 23. Unsere Hoffnung lebt nicht davon, dass alles gut ist, sondern davon, dass Gott mitgeht.
Mitten in einer Welt voller Krisen, Konflikte und Unsicherheiten schenkt Gott Zeichen seiner Güte. Wenn wir ehrlich sind: Ist nicht unser Becher oft übervoll? Mit Begegnungen, Möglichkeiten, Nahrung, Liebe und Bewahrung. Darum feiern wir Erntedank: dankbar für die Gaben, die wir empfangen, und hoffnungsvoll, weil Gott uns auch durch das finstere Tal begleitet."
Danke sagen - für Früchte der Natur und der Arbeit, für Gottes Großzügigkeit, für Wachstum von Beziehungen und vieles mehr:
Gemeinsam den Dank feiern kann man bei vielen Gottesdiensten in den Gemeinden von Heide bis Elbtalaue, für Groß und Klein, in den festlich mit Obst und Gemüse, mit Kornähren und Sonnenblumen geschmückten Kirchen oder open-air auf landwirtschaftlichen Höfen.