Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ringt in ihrer neuen Denkschrift um Antworten auf Krieg, Klimakrise, geopolitische Verschiebungen und den Druck auf Demokratien weltweit.
Die im November 2025 veröffentlichte Friedensdenkschrift mit dem Titel „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick“ theamtisiert eine Friedensethik in Kriegszeiten. Frieden um jeden Preis – oder Waffen, um ihn zu schützen?
Pazifismus klingt gut.
Aber was, wenn andere nicht pazifistisch sind?
Christian Stasch, Superintendent im Kirchenkreis Lüneburg, und Dieter Haupt aus dem Ausschuss Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung sprechen offen über die neue Friedensdenkschrift der EKD – und über ein Dilemma, das viele umtreibt:
👉 Wer konsequent pazifistisch ist, kann schuldig werden, weil er Schwächere im Stich lässt.
👉 Wer militärisch denkt, kann schuldig werden, weil Ressourcen fehlen – fz.B. für Klimaschutz und für Kampf gegen Hunger.
Ein Balanceakt.
„Es gibt nicht die eine richtige Position“, sagt Stasch.
„Die Haltungen zur Denkschrift sind ambivalent“, sagt Haupt.
Die Kirche will kein Urteil sprechen – sondern einen Raum öffnen:
für unterschiedliche Stimmen, für Respekt, für ehrliches Ringen um den richtigen Weg. Für Friedens- statt Kriegstüchtigkeit.
Was bedeutet Frieden für uns – heute?