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Jubiläum gemeinsam feiern - 50 Jahre Fachstelle Inklusion

Nachricht Lüneburg, 09. September 2026

In diesem Jahr gibt es ein besonderes Jubiläum: 50 Jahre Inklusion im Kirchenkreis Lüneburg! Die Fachstelle setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen selbstverständlich dazugehören und dass Gemeinschaft und Kirche für alle zugänglich ist.

Saskia Gelhaus-Rienecker, Leiterin der Fachstelle, hat mit vielen Ehrenamtlichen ein Fest und einen Gottesdienst zur 50-Jahr-Feier organisiert mit dem Motto: "Segen für alle!"
"Alle dürfen dabei sein und mitmachen" - das war Saskia Gelhaus-Rienecker besonders wichtig. Menschen mit und ohne Behinderung konnten viel erleben, ins Gespräch kommen und einfach Spaß haben.
Superintendent Christian Cordes und Regionalbischöfin Marianne Gorka gratulierten herzlich. "Seit 2023 ist Saskia Gelhaus-Rienecker die Seele und der Motor der Fachstelle Inklusion. Zusammen mit vielen Ehrenamtlichen hält sie diese Arbeit lebendig", betonte Christian Cordes.
Marianne Gorka sprach besonders die Idee und Haltung an - also sich auf Menschen mit Behinderung einlassen, Sprache leichter machen, aufeinander zugehen, es einfach leichter machen.

Magazin über Glauben & Inklusion

"50 Jahre sind ein guter Anlass, Danke zu sagen. Und gleichzeitig den Blick nach vorne zu richten. Denn die Geschichte der Inklusion im Kirchenkreis Lüneburg ist noch lange nicht zu Ende", findet Saskia Gelhaus-Rienecker. Als Teil des Jubiläums ist ein Magazin erschienen mit dem Titel "Segen für alle".
Grafik und Fotos sind von Mathias Mensch (mathiasmensch.com), Carolin George (kreativ-kontor-lueneburg.de) hat die Interviews geführt. Sie sagt: "Es erzählt von den Anfängen, den Pionierinnen und Pionieren, den Leuten der Gegenwart, den Teilnehmenden und Gestaltenden. Und wir gucken in die Zukunft!"
Wer interessiert ist an dem Magazin, melde sich bitte bei der Fachstelle.

https://inklusion-lueneburg.wir-e.de/kontakt

Rückblick und Ausblick

Mann zeigt Magazin mit dem Titel "Segen für alle"
Suerintendent Christian Cordes zeigt das Magazin "Segen für alle", Foto: Hueske

Wie ist die Fachstelle entstanden?
Christian Cordes, Superintendent im Kirchenkreis, berichtet: "Vor 50 Jahren haben sich Eltern zusammengeschlossen. Sie wollten einen guten Platz für ihre Kinder und Jugendlichen. In der Kirchengemeinde St. Nicolai haben sie diesen Platz gefunden. Viele Menschen haben in all den Jahren mitgemacht. Viele haben diese Arbeit geprägt. Jede und jeder von ihnen hat etwas Wichtiges beigetragen. Seit 2023 heißt diese Arbeit Fachstelle Inklusion."

Was sind Schritte zur Inklusion und wie kann sie gelingen?
Christian Cordes: "Das Wort „Inklusion“ bedeutet: Alle Menschen gehören dazu. Alle sind wichtig. Alle sollen sich wohlfühlen. Das Gegenteil ist „Exklusiv“. Das heißt: Menschen werden ausgeschlossen. Und das wollen wir nicht. Darum achten wir in St. Nicolai auf viele Dinge: Wir haben Stufen und andere Hindernisse entfernt. Wir sprechen so, dass es alle gut verstehen können. Wir bieten Gruppen und Angebote für alle Menschen an. Auch der Konfirmandenunterricht ist inklusiv. Aber wir möchten auch, dass jede und jeder dort zum Unterricht gehen kann, wo er oder sie wohnt. Wir möchten, dass überall Hindernisse weggeräumt werden, in allen Kirchengemeinden. Da müssen wir noch weiterarbeiten."

Christian Cordes betont, wie wichtig das Miteinander mit anderen Verbänden und Einrichtungen sei: "Wir sind nicht allein. Wir arbeiten gut zusammen mit der Lebenshilfe, der Kühnauschen Gründung, der Schule am Knieberg, Hof Bockum und anderen. Gemeinsam schaffen wir mehr.
Und: Wir machen weiter. Gemeinsam. Damit niemand ausgeschlossen wird."

Segen für alle

Hier entsteht was Neues:
Die Jubiläumswebsite wird erstellt und zu finden sein unter:

www.segen-fuer-alle.de

Was bedeutet Inklusion für dich?

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Inklusion bedeutet: Alle dürfen mitmachen. Und: Alle sind gleich viel wert – nur vergessen wir Menschen das manchmal. Die meisten unterscheiden noch immer in Menschen mit Behinderung und ohne. Wenn Menschen bei den Gruppenangeboten der Fachstelle Inklusion zusammenkommen, ist das anders. Hier sind alle willkommen.

In dem Video erzählen Menschen mit und ohne Behinderung, was Inklusion für sie bedeutet und warum sie so wichtig ist.

Die Fachstelle Inklusion des Kirchenkreises macht sich stark für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Sie setzt sich für Inklusion in der Stadt, dem Landkreis und dem Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg ein.

Sie und ihr habt Lust, ehrenamtlich tätig zu sein und Inklusion in Kirche und Gemeinde selbstverständlich werden zu lassen? 
Gern melden bei Saskia Gelhaus-Rienecker, Tel.: 04131 243 07 86 .

Rückblick: Tag der Gleichstellung für Menschen mit Behinderung

Zuhören. Mitbestimmen. Barrieren abbauen – zum europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am Dienstag, 5. Mai 2026 machte Saskia Gelhaus-Rienecker von der Fachstelle Inklusion deutlich: Inklusion ist kein abgeschlossenes Projekt – sondern eine gemeinsame Aufgabe.

Es geht um sichtbare und unsichtbare Barrieren, über den Wunsch vieler Menschen nach Respekt und echtem Gehörtwerden – und dass Inklusion nur gelingt, wenn Menschen mit Behinderung mitbestimmen.

Wo sind Barrieren, auch in unserem Angebot?
Diese Frage gilt es immer wieder zu stellen. Betroffene zu Rate ziehen und mitbestimmen lassen ist elementar – denn Barrierefreiheit beginnt nicht erst bei Rampen oder Aufzügen, sondern bei Haltung, Beteiligung und Aufmerksamkeit. "Ich höre, dass der Wunsch von vielen, vielen Menschen ist: ein respektvoller Umgang und dass ihnen zugehört wird", sagt die Diakonin.

Auch im inklusiven Gottesdienst am Sonntag, 3. Mai in St. Nicolai Lüneburg ging es um Wünsche und Perspektiven von Menschen mit Behinderung.
Menschen aus der Lebenshilfe Lüneburg Harburg und dem Nicotreff der Fachstelle Inklusion erzählten, was sie sich wünschen. Dazu gehören zum Beispiel: "Mich Dinge allein machen lassen", "Dass ich so akzeptiert werde, wie ich bin", "Dass man mich aussprechen lässt und mir zuhört" und "Dass ich nicht gehetzt werde".

https://inklusion-lueneburg.wir-e.de