In einem Gottesdienst in der St. Nicolaikirche Artlenburg ist Judith Bollongino am Sonntag, 16. August, zur Pastorin ordiniert worden. Regionalbischöfin Marianne Gorka führte sie im Beisein zahlreicher Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, Angehöriger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden in den Dienst der öffentlichen Verkündigung in Wort und Sakrament ein.
„Kirche als lebendige Gemeinschaft“
Im Mittelpunkt der Predigt stand die Frage, wie Kirche unter den Bedingungen des Wandels ihr Profil bewahren und zugleich neue Formen entwickeln kann. Marianne Gorka nahm dabei das biblische Ordinationswort aus dem 2. Buch Mose auf: „Wirst du dies tun und wird Gott es dir gebieten, so kannst du bestehen und auch dies ganze Volk kann in Frieden heimkehren.“
Kirche dürfe sich nicht allein über Gebäude oder Organisationsstrukturen definieren, sagte die Regionalbischöfin. Entscheidend sei vielmehr, wie Menschen miteinander Kirche leben: „Wie bekommen wir es hin, Kirche als ‚lebendige Gemeinschaft‘ zu leben – wirksam in der Gesellschaft und für einzelne Menschen? Wie entsteht ein Bild von Kirche, das Begegnung, Glauben, Nächstenliebe und Hoffnung in den Mittelpunkt stellt?“
Diese Aufgabe präge auch den Dienst der neuen Pastorin. Gorka sagte: „Ihr Beitrag ist es, dass Gottes Wort in dieser Region lebendig bleibt und Menschen Gemeinschaft, Sinn und Freude in ihrem christlichen Leben finden.“
Getragen von vielen Stimmen
Die Ordinationshandlung wurde von mehreren Personen aus dem Umfeld Bollonginos begleitet. Jale Hähnel, Viviann Bollmeier, Helmut Wegener und Pastor Dr. Jan Jackisch wirkten als Assistierende mit. Lesungen, Fürbitten und musikalische Beiträge machten den Gottesdienst zu einem gemeinschaftlichen Ereignis.
Auch die Gemeinden der Zukunftsgemeinschaft Land Mitte waren beteiligt. Zu ihr gehören die Kirchengemeinden Artlenburg, Hittbergen-Echem, Lüdersburg, Neetze, Reinstorf, Scharnebeck und Thomasburg. Chöre, Kirchenvorstände, das Neetzer Orchester sowie zahlreiche Gemeindemitglieder gestalteten den Gottesdienst mit.
„Für mich ist es ganz besonders, dass dieser Raum gefüllt war von vielen Stimmen und ich da nicht alleine war, sondern getragen bin und in diesen Gemeinden so wunderbar aufgenommen wurde“, sagte Judith Bollongino nach ihrer Ordination. „Ich bin ganz dankbar, dass meine Familie und meine Freundinnen und Freunde, dass so viele Menschen aus der Gemeinde da sind.“