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Humanitäre Hilfe im Sudan – Leben retten und Überleben sichern

Nachricht Lüneburg, 19. Juli 2025

Humanitäre Hilfe im Sudan wird weiter dringend benötigt:
Zwei Jahre Krieg haben mehr als 14 Millionen Menschen im Sudan vertrieben. Derzeit sind rund 25 Millionen Menschen vom Hunger bedroht. Ein Ende der blutigen Kämpfe ist nicht in Sicht.

Seit April 2023 hat der Konflikt im Sudan eine der größten humanitären Krisen und Vertreibungen weltweit ausgelöst. Bis Juni 2024 wurden insgesamt 10 Millionen Menschen gewaltsam vertrieben: 7,7 Millionen sind innerhalb des Sudans auf der Flucht, mehr als 2 Millionen Menschen sind außer Landes geflohen. Der Tschad ist das am stärksten von der Sudan-Krise betroffene Land. Mehr als 600.000 Flüchtlinge sind im Osten des Landes angekommen und jede Woche kommen Tausende dazu. Zu zahlreichen Regionen des Sudans haben Hilfsorganisationen keinen Zugang mehr. Umso wichtiger werden organisierte Nachbarschaftsgruppen, welche die Zivilbevölkerung mit Nahrungsmitteln oder Medikamenten versorgen.

Die Diakonie Katastrophenhilfe setzt ihre Arbeit gemeinsam mit den lokalen Emergency Response Rooms (ERR) fort. Die nachbarschaftlich organisierten Gruppen kochen täglich Mahlzeiten, statten Notunterkünfte aus und beschaffen medizinische Güter. „Durch die Kämpfe werden täglich Menschen vertrieben oder müssen evakuiert werden. Auf der Flucht benötigen sie unsere Unterstützung“, sagt Hajooj Kuka, ein Vertreter der ERR. In den ERR seien rund 12.000 Freiwillige engagiert, die meisten von ihnen junge Menschen und Frauen. „Das Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft, aber dafür braucht es flexiblere finanzielle Unterstützung als bisher“, so Kuka. Die Diakonie Katastrophenhilfe hat für dieses Programm bisher 1,4 Millionen Euro bereitgestellt.

14 Mio. Menschen sind auf der Flucht.
90% der Vertriebenen sind Frauen und Kinder.
24 Mio. Menschen leiden an Hunger.

Der erbitterte Machtkampf zwischen der sudanesischen Armee und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) soll laut Schätzungen von Beobachtern bis zu 150.000 Menschenleben gefordert haben. 25 Millionen Menschen – mehr als die Hälfte der Bevölkerung – sind laut UN-Angaben auf humanitäre Hilfe angewiesen. Überschwemmungen hatten Ende 2024 die Not vergrößert und den Ausbruch von Krankheiten wie Cholera begünstigt. Rund 750.000 Menschen droht eine Hungersnot. Mit der Fortdauer des Konflikts steigt die Zahl derer, die hungern und auf Hilfe angewiesen sind.

142.000 Menschen erhalten Nothilfe über das ERR-Projekt.
Wasser und Hygienehilfen für mehr als 25.000 Menschen.
Hilfe durch Lebensmittel, Gesundheits-versorgung, Unterkünfte, Schutz und Evakuierung, WASH, Bildung u.a.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden:
Diakonie Katastrophenhilfe
Evangelische Bank
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GEBODEF1EK1
Stichwort: Sudan-Krise
Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

So helfen Sie ++ Kostenbeispiele Ihrer Hilfe:
+ Mit 35 Euro kann ein Haushalt mit zwei Decken und zwei Moskitonetzen ausgestattet werden.
+ Mit 40 Euro kann eine Handwaschstation in einer Flüchtlingsunterkunft errichtet werden.
+ 66 Euro kostet ein Hygiene-Set für eine Familie. Dazu gehört etwa ein Wasserkanister, ein Töpfchen für Babys, Seife, Waschmittel, Damenbinden und ein Plastikeimer.
+ Für rund 155 Euro kann ein Brunnen mit manueller Pumpe repariert werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstüttzung!

https://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/spenden.php

Bewußtsein Schaffen und Solidarität zeigen
"Die Weltgemeinschaft darf vor der größten humanitären Katastrophe der Welt nicht die Augen verschließen" heißt es vom Referat Diakonie Katastrophenhilfe in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, das deshalb eine Sommeraktion für humanitäre Hilfe im Sudan startet.
Vom Weltflüchtlingstag am 20. Juni bis zum Welttag der humanitären Hilfe am 19. August lädt das Referat Kirchengemeinden, diakonische Einrichtungen und Interessierte dazu ein, in Gottesdiensten sowie durch Gebete, Fürbitten und Spendenaktionen auf die Situation im Sudan aufmerksam zu machen. „Mit der Aktion wollen wir das Bewusstsein für die humanitäre Krise im Sudan schärfen und Solidarität zeigen“, sagt Denise Irmscher, Leiterin des Referates Diakonie Katastrophenhilfe in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers und in der Ev.-luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe. „Wir bleiben unserer Tradition treu, in der Sommerzeit auf eine der vergessenen und unbeachteten Katastrophen in der Welt aufmerksam zu machen. Dabei wollen wir auch das Engagement unserer lokalen Partnerorganisationen aufzeigen, die sich unter schwierigsten und teils lebensbedrohlichen Bedingungen für ihre Gemeinschaften einsetzen.“