Die Wanderausstellung "Glück inklusive - unser Leben mit Behinderung" macht von Ende September bis Mitte November 2025 Station in der Kreuzkirche am Bockelsberg.
Was ist Glück? Nach Konfuzius wohnt das Glück nicht im Besitze und nicht im Golde, das Glück ist in der Seele zu Hause. Der Philosoph Emanuel Kant betrachtet Glück als ein unbestimmtes, ungenaues Konzept und stellt es in Beziehung zur Sittlichkeit. Weiter sagt er, dass es für endliche Wesen unmöglich ist, einen so weiten Begriff zu definieren. Glück scheint also etwas ganz Umfassendes aber auch etwas ganz Persönliches zu sein.
Das Buch & die Ausstellung
„Glück inklusive – Unser Leben mit Behinderung“ heißt das Buch aus dem Lüneburger v.Stern-Verlag, das vorigen Herbst erschien.
Die Ausstellung zeigt Teile des Buches auf großformatigen Platten, sie kombiniert eindrückliche Porträtaufnahmen und berührende Texte aus dem Buch. Hier erzählen Menschen mit und ohne geistige Behinderung aus Lüneburg und Umgebung aus ihrem Leben – authentisch, ehrlich und offen. Initiatorin des Projekts ist Dagmar Pitters, seit mehr als 20 Jahren Erste Vorsitzende des Vereins Lebenshilfe Lüneburg. „Wir wollen die Menschen berühren und ihre Herzen erreichen“, sagt sie. Sie möchte über die Ausstellung mit Menschen ins Gespräch kommen. „Hier wird niemand in einer Opferrolle dargestellt. Alle hier haben eine Krise erlebt. Aber am Ende geht es immer darum, wie sie trotz der Krise das Glück gefunden haben, oder vielleicht sogar gerade deshalb. Vor Krisen ist ja niemand von uns gefeit: ob das eine Krankheit ist oder ein Unfall. Irgendwann im Leben werden wir alle mit etwas konfrontiert, das wir uns so nicht ausgesucht hätten. Dies zu vermitteln, ist Ziel des Buches und der Ausstellung.“
Umgesetzt haben das Projekt die Journalistin und Autorin Carolin George und der Fotograf und Art-Director Mathias Mensch, beide arbeiten freiberuflich in Lüneburg. „Diese Geschichten ermöglichen es uns, hinter die Fassaden zu blicken und zu sehen, wie unterschiedlich das Leben sein kann. Das ist ein Geschenk, so wertvoll, wie wir es selten erhalten.“ Mathias Mensch sagt: „Wir wollen Hoffnung machen. Wir zeigen Jüngere und Ältere, Mütter und Väter, Geschwister, Menschen aus den Werkstätten. In diesen Geschichten kann sich jeder wiederfinden.“
Zu besichtigen ist die Ausstellung nach den Gottesdiensten sowie nach Vereinbarung (Absprache mit dem Kirchenbüro unter Telefon 04131/ 731434) und zu den Öffnungszeiten der Kirche donnerstags von 9 bis 12 Uhr.