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Flagge zeigen: Jegliche Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und Identität hat in unserer Kirche und bei Gott keinen Platz! Ev. Jugend und Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg

Miteinander reden hilft - Lüneburger Dialoge 2022

Nachricht Lüneburg, 10. März 2022

Am Montag, 21. März bietet der evangelische Kirchenkreis wieder ein Dialogtreffen für Teilnehmende der Kundgebungen am Lambertiplatz an. Treffpunkt ist um 19 Uhr an der Bushaltestelle Lambertiplatz.
Die Dialoge beginnen aus gegebenem Anlass wieder mit einem Moment des Gedenkens – einer Schweigeminute für die Leidenden und Opfer des Krieges in der Ukraine.
Das ökumenische Team, das die Gespräche moderiert, ist unter dialoge@kirchenkreis-lueneburg.de zu erreichen, eine Anmeldung ist jedoch nicht nötig.

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Dialog ist machbar - 2. Lüneburger Dialogrunde
"Wir liegen teilweise gar nicht so weit auseinander", fanden die Teilnehmenden der 2. Lüneburger Dialoge am Montag (21.2.22). Bei dem kurzen Feedback im Anschluss an die Gespräche war zu hören: "Ich bin dankbar für ein ehrliches Gespräch", "Ich hätte noch weiterreden können", "Es gibt viele auch gemeinsame Fragen" und "Dialog ist machbar". Auch Demut, Frieden und Gerechtigkeit als gemeinsame Schnittmenge und die Hoffnung ein klein wenig bewirkt zu haben, wurden genannt.
„Es zeigt sich, dass der Gesprächsbedarf hoch ist", so die Leitende Superintendentin Christine Schmid. Sie findet: "Die Dialoge können Gräben überbrücken helfen, die die Pandemie aufgerissen hat. Auch wenn die Meinungen unterschiedlich sind, man kann miteinander respektvoll reden. Diese Erfahrung machen viele Teilnehmende und das ist eine gute Perspektive für das Zusammenleben.“

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"Wie ist Ihr Name, was ist Ihr Lieblingsplatz?" Mit einem leichten Gesprächseinstieg kamen acht Paare am Montag (14.2.) aus den beiden Gruppen zusammen, die sich sonst bei den Demos am Lüneburger Lambertiplatz ohne Austausch gegenüber stehen: Die Gruppe für freie Impfentscheidung und das Bündnis solidarisches Lüneburg.

Aktives wertschätzendes Zuhören ist die Voraussetzung für die Lüneburger Dialoge, zu denen der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Lüneburg aufruft.
"Wie sind Sie hierher gekommen und zu Ihrer Meinung gekommen? Wo kann ich andocken bei dem was ich gehört habe? Auch jenseits unserer sehr verschiedenen Meinungen?" Die Impulsfragen luden die Teilnehmenden zum Austausch ein - mit jeweils 4 Minuten reden und 4 Minuten zuhören.
"Miteinander reden hilft", findet die Leitende Superintendentin Christine Schmid. Sie ist zufrieden mit der ersten Dialogrunde, die am kommenden Montag fortgesetzt wird. "Ein wichtiger Impuls für gutes Zusammenleben und Verständigung auch jenseits verschiedener Positionen", seien die Gespräche.

Beim Abschluss mit Blitzlichtrunde, bei der gefragt wurde was die Teilnehmer:innen von dem Abend mitnehmen, gab es Rückmeldungen von
"hilfreich und entlastend", "ich bin geflasht, ich fühle mich erleichtert" bis hin zu "ich bin sehr berührt". Betont wurde, dass es gut war miteinander zu reden, auch wenn die persönlichen Beweggründe sehr unterschiedlich seinen. Verstanden werden zu wollen sei ein ganz gutes Gefühl und die Scheu vor Begegnung sei gefallen.
(14.2.22)

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Einladung zu Lüneburger Dialogen 2022 -
#Haltungzeigen in der Corona-Pandemie

„Das Corona-Virus greift nicht nur unsere Gesundheit an, es vergiftet nicht selten auch unser Miteinander. Position zu beziehen ist gut. Aber nur übereinander und nicht miteinander zu reden, spaltet. Dagegen hilft zuhören und reden“, meint die Leitende Superintendentin des Ev.-luth. Kirchenkreises Lüneburg Christine Schmid. Gemeinsam mit einem kleinen Team hat sie ein Format entwickelt, in dem Menschen am Rande der Montagsdemonstrationen miteinander ins Gespräch kommen können. Ohne Öffentlichkeit, in einer kleinen Gruppe, nach festen Regeln. So könne ein Versuch gestartet werden, trotz der Herausforderungen der Pandemie im Austausch zu bleiben.

Hintergrund sind die Demonstrationen, die seit einigen Wochen am Lambertiplatz stattfinden und bei der sich Menschen mit gegensätzlichen Meinungen zum Impfthema gegenüberstehen. Der evangelische Kirchenkreis ist dabei Teil des Bündnisses für ein solidarisches Lüneburg. „Wir sind überzeugt: Position beziehen ist gut. Zugleich sehen wir, dass wir über das reine Gegeneinander hinaus auch Möglichkeiten der echten Zwiesprache brauchen. Schließlich wollen wir in unserer Stadt auch zukünftig gut miteinander leben“, so die Superintendentin.  

Zu den geplanten „Lüneburger Dialogen 2022“ lädt das Team mit Pastor Johannes Link, Pastorin Dr. Barbara Hanusa, Pastor Eckhard Oldenburg und Pastorin Annegret Bettex ab Montag, 14. Februar 2022, ein. Der Treffenpunkt ist am Lambertiplatz.
Infos zu dem Dialog werden ebenfalls am Lambertiplatz gegeben. 

Wer Interesse oder Fragen hat, kann die Gruppe unter dialoge@kirchenkreis-lueneburg.de erreichen, eine Anmeldung ist jedoch nicht nötig.

Eine Initiative des Ev.-luth. Kirchenkreises Lüneburg.