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Flagge zeigen: Jegliche Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und Identität hat in unserer Kirche und bei Gott keinen Platz! Ev. Jugend und Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg

Lüneburger Spendenprojekte für Brot für die Welt - jetzt mitmachen!

Nachricht Lüneburg, 07. Dezember 2022

Weniger Regen, spärliche Ernten: Viele Kleinbauernfamilien im westafrikanischen Land Burkina Faso kämpfen ums Überleben. Was helfen kann, sind alte Hirse- und Saatensorten, die mit wenig Wasser, Dünger und Pestiziden auskommen. Für diese Aktion sammelt das Hilfswerk „Brot für die Welt“ und mit ihm der Kirchenkreis Lüneburg im Advent 2022.

Wer das Projekt unterstützen und spenden möchte, kann das z.B. mit folgenden Aktionen:
- das Becherpfand auf dem Weihnachtsmarkt vor St. Johannis spenden
- Kaminholzengelverkauf der Konfirmanden in Amelinghausen, Hinweis: alle Engel sind verkauft, die Konfis haben damit 511,00 € für das Brot für die Welt Projekt erlöst.
- spenden bei den Advents- und Weihnachtsgottesdiensten
- der Brotverkauf der Konfirmand:innen der St. Marienkirchengemeinde Scharnebeck ist am Nikolaustag gut angekommen, ca. 30 Konfis waren mit gut 2oo Broten vom Vollkornbäcker Scharnebeck und dem „Salzbäcker“ von Haus zu Haus in Scharnebeck und Rullstorf unterwegs, "die Leute haben zum Teil schon gewartet, allen hat es viel Spaß gemacht, 1.436 Euro gehen damit ans Hirse-Projekt in Burkina-Faso", berichtet.Pastor Johannes Link.
 - Postkartenverkauf St. Michaelis: Karten mit der man Familie und Freunden einen Weihnachtsgruß schicken kann, auf der Rückseite befindet sich ein QR-Code, der zu einem Video mit der Weihnachtsgeschichte - erzählt von verschiedenen Lüneburgern - führt, iniitiert vom Kinder- und Jugendchor und der Gemeinde St. Michaelis. Die Postkarten sind erhältlich in St. Michaelis sowie in der Superintendentur, Bei der St. Johanniskirche 4, für einen Euro.

Alte Sorten schützen vor Hunger und Mangelernährung:
Hirse ist ein wahres Füllhorn an Nährstoffen und damit sehr gut geeignet, um Mangelernährung vorzubeugen. Neben Fluor, Schwefel, Phosphor, Magnesium und Kalium enthält die alte Kulturpflanze viel Kieselsäure und Eisen. Blätter und Stängel haben eine wachsartige Beschichtung; das macht die Pflanze dürreresistent.

Martines Chance auf ein besseres Leben
In dem luftigen Klassenraum zeigt Kursleiter David Owedraogo auf die bunten Plastikeimer vor sich. Dort lagern die einzelnen Bestandteile des Düngers. „Wie sorgen wir dafür, dass unsere Gemüsepflanzen gut gedeihen?“, fragt er. Die 30-Jährige Martine Kabore zitiert die Rezeptur des Düngers. „Besser hätte ich es nicht sagen können“, ruft David Owedraogo. Er öffnet das größte Plastikfass, winkt Martine heran. Mit einem Spaten schaufelt die Bäuerin trockenen Kuhdung in einen leeren Eimer, schippt etwa die gleiche Menge Pflanzenreste darauf und je zwei Kellen voll mit Erde und Asche. Ihre Sitznachbarin kippt langsam Wasser dazu. Nach zehn Minuten tropft die Mischung dickflüssig vom Holzstab herab. Martine Kabore bedeckt den Eimer mit einem Deckel. „Wir müssen jetzt zwei Wochen lang jeden Tag zehn Minuten umrühren. Dann ist der Dünger fertig“, erläutert sie.
David Owedraogo klatscht. Vor gut einem Jahr verkündete der Dorfvorsteher bei der wöchentlichen Versammlung, die Hilfsorganisation ODE werde im Ort ein Ausbildungszentrum bauen, der erste Kurs werde bald beginnen. Sie könnten lernen, in der Trockenzeit einen Gemüsegarten anzulegen. Mit dem Ertrag könnten sie sich ernähren und außerdem noch hinzu verdienen für anfallende Ausgaben.
Martine wusste sofort: Die Ausbildung war ihre Chance. Ihr Mann hatte wieder einmal kaum etwas geerntet, seit Jahren schon hatten sie für Notfälle nichts zurücklegen können. Bald würden sie wieder nur zweimal am Tag essen können.  Am Ende des letzten Ausbildungstages bringen Martine und die anderen Frauen auf dem Gemeinschaftsfeld Saatgut aus. Gießwasser haben die Frauen genug dank eines Brunnens, den die ODE-Mitarbeitenden graben ließen. In zwei Wochen werden die Zwiebel-Setzlinge groß genug sein, die Frauen werden sie auf ihrem Acker pflanzen können. Auch der Dünger wird dann einsatzbereit bereit.

ODE (Office de Développement des Eglises Evangéliques) unterstützt seit 1972 Kleinbauernfamilien in Burkina Faso mit Schulungen in nachhaltigen Anbaumethoden. ODE ist ein Partner von Brot für die Welt.

64. Aktion Brot für die Welt. Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft

Helfen Sie helfen.

Bank für Kirche und Diakonie
IBAN: DE10100610060500500500
BIC: GENODED1KDB

Text: Veronica Frenzel