Fotos: Tina Hueske; St. Johannis Lüneburg
Fotos: Carolin George, Tina Hueske
Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg. Fotos: Hueske
Fotos: C. Cordes (l.), B. Neß
Churches for Future
Fotos: Kirchenkreis Lüneburg, Cordes, Lehmann

Ausstellung: Von Lüneburg ans Ende der Welt

Nachricht Lüneburg, 27. Juli 2020

Die Ausstellung „Pilgerspuren“ im Museum Lüneburg lädt noch bis Ende Oktober ein, Reisenden des Mittelalters aus Lüneburg und anderen norddeutschen Städten an ferne Orte zu folgen.

„Ich bin dann mal weg“ heißt es heute, wenn man zu einer Pilgerfahrt aufbricht. Die Pilger starten in der Regel in Pamplona, das von vielen deutschen Flughäfen via Madrid angeflogen wird. Nach rund 700 km Fußmarsch ist das Ziel Santiago de Compostela erreicht. Zurück geht es dann wieder mit dem Flieger. Ganz anders im Mittelalter! 

Wer eine Pilgerreise plante, musste sich gut vorbereiten. Aber es gab keinen Markt für Reiseführer. Wie gelangte man an Informationen über den Reiseweg, die Unterkünfte, die Gefahren? Seit wann gab es Karten mit Pilgerrouten? Was musste man für den langen Weg nach Jerusalem, Rom oder Santiago de Compostela alles bedenken?
Antworten auf diese Fragen gibt die Ausstellung „Pilgerspuren. Von Lüneburg an das Ende der Welt“ im Museum Lüneburg. Anhand vielfältiger Exponate, darunter herausragende Objekte von mehr als 40 auswärtigen Leihgebern, folgt die Ausstellung den Spuren von Reisenden aus Lüneburg und anderen norddeutschen Städten bis fast an das Ende der ihnen bekannten Welt.

Dargestellt werden die Motive für den Antritt einer Fernwallfahrt, der Aufbruch, die Ausrüstung von Pilgern, die teilweise abenteuerlichen Bedingungen des Unterwegsseins und der Aufenthalt vor Ort. Neben Reiseberichten zeugen Briefe und Wegekarten von den Herausforderungen und Mühen des Pilgerns. Zu den mitgebrachten Reiseandenken zählen Muscheln aus Santiago, Pilgerzeichen aus Rom oder Darstellungen der heiligen Stätten in Jerusalem. Schrift- und Bildzeugnisse berichten aber auch von bezahlten oder gescheiterten Reisen, falschen Pilgern oder dem Tod auf der Reise.