Ostern im Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg
Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg

Vitamin C - christlich in Zeiten von Corona

Nachricht Lüneburg, 08. April 2020

Vitamin C

SEGEN IM CHAOS
Alles, was chaotisch ist in dir, möge Ruhe finden. Alles, was in dir tobt, möge in Stille  ankommen. Die Stimmen mögen verstummen, die dich so sehr in Anspruch nehmen, und das Zerren mag ein Ende finden, das sich in dir breit gemacht hat. Das Ringen, das mit dir geht, sogar bis an die heiligen Orte. Die Fragen, die dich nicht schlafen lassen, und die verhindern, dass du dein Leben als Ganzes wahrnimmst. Alles, was dich davon abhält, in der Gnade aufzugehen, in der du gemacht bist. Lass los, was dich ablenkt. Lass los, was dich spaltet. Lass all das ein Ende haben, was dich klein macht, was dich erniedrigt. Lass gehen, all das, was dich gefangen hält. Aber lass einen Spalt offen für die Stille, die hinter dem Chaos liegt. Den kleinen Moment, in dem du Frieden findest. Die Ruhe, an die du nicht mehr geglaubt hast. Und halte Ausschau nach dem, was ganz unten im Sturm glitzert.
(von der US-Autorin Jane Richardson) Diakon Martin Blankenburg, katholische Kirche Lüneburg
 

7. April: FINDEN
Isolationszeit ist Aufräumzeit, Aufräumzeit ist Zeit zum Wiederfinden – ohne zu suchen! Sagte nicht mal Picasso: Ich suche nicht, ich finde! So geht es mir gerade. Ich habe beim Aufräumen diese Zeilen wiedergefunden: „Dass immer einen wahren Freund Du hast, der Freundschaft wert, der Dir Vertrauen gibt, dass Du dank ihm den Stürmen standhältst und so die Höhen erreichst, das wünsch ich Dir.“ Daraus folgte ein langer Anruf, am anderen Ende ein Freund. Wiedergefundene Zeit miteinander. Schön wars!
Pastor Henning Hinrichs, ev.-luth. Kirchengemeinde Reppenstedt
 

6. April: TROST
Sorgt euch nicht um euer Leben!“ sagt Jesus in der Bergpredigt.Das ist leichter gesagt als getan, gerade in diesen Zeiten. Die Angst vor dem Virus wächst wie die Zahl der Infektionen. Furcht davor drückt, was alles verloren geht und gehen kann: Arbeit, Einkommen, Wohlstand, Kultur, Demokratie. Doch gerade darum brauche ich Hilfe hier und heute. Es heißt nicht: „Schaut Giersch und Unkraut an, wie es sprießt und dich ärgert.“ Sondern: „Schaut die Lilien auf dem Feld. Seht die Vögel unter dem Himmel.“ Habe ein Auge für die Schönheit des Frühlings. Sei gut zu dir selbst. Drehe dich nicht ein in deine Sorgen, sondern tausche dich aus mit anderen. In alledem kannst du erfahren, was den Rat Jesu begründet. Es sind Worte wie diese: „Du bist bei mir. Dein Stecken und Stab trösten mich“ (Psalm 23, 4).
Martin Hinrichs, evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen

3. April: DIE SEELE
Vitamin C stärkt die Abwehrkräfte. Orangen und Mango, Johannisbeeren und Brokkoli, Rosenkohl und Zitrone sind super gesund und wer das nicht mag oder auf Nummer sicher gehen will, greift zur Brausetablette. Vitamin C für die Seele gibt es nicht im Supermarkt (mit einer Ausnahme) und auch als Brausetablette ist es nicht zu bekommen. Aber wie unser Körper braucht unsere Seele Abwehrkräfte – und die gibt es Mitten im Leben. Vitamin C für die Seele, das ist morgens der erste Schluck Kaffee und dazu die gesammelten Lebensweisheiten unserer Töchter, das ist der Turm von St. Johannis im warmen Morgenlicht, das Lächeln von Menschen im Super-markt, die sich gegenseitig Platz machen, ein freier Parkplatz mitten in der Stadt – perfekt zum Rollschuhlaufen üben. Das ist Postkarten bekommen und Postkarten schreiben, Ende März endlich den Schlitten für 10 Minuten rausholen, in der warmen Frühlingssonne laufen, Neues ausprobieren, spontane Hilfsangebote von vielen Menschen und Schokoeier und Schokohasen in diesem Jahr ausnahmsweise schon vor Ostern (die eine Ausnahme aus dem Supermarkt). Vitamin C für meine Seele ist ein Wohnzimmer voller Konfetti und Schnipseln als Dekoration für die Party, die unsere Töchter mit ihren Freunden nach Corona feiern möchten. Und das ist Ostern vorbereiten und darauf vorfreuen: ganz anders als gewohnt, getrennt und doch gemeinsam Ostern online feiern mit dem Vertrauen: es gibt immer Grund zur Hoffnung.
Pastorin Dr. Dorothea Noordveld, ev.-luth. Kirchengemeinde St. Johannis Lüneburg


2. April: ZEIT
„Und dann muss man auch noch Zeit haben, einfach da zu sitzen und vor sich hin zu schauen“ schreibt Astrid Lindgren. Zeit, lange gab es sie nicht. Nun schon. Zumindest für einen Teil von uns. Unnütz sein, untätig sein. Einfach: Sein. Wie Diogenes in der Tonne. Und Zeit haben fürs Denken. Warum sind die Dinge so, wie sie sind? Können sie nicht auch anders sein? Sind vermeintliche Zwänge wirklich Notwendigkeiten? Unnütz sein war früher ein Privileg. Der Anfang aller Philosophie. Heute empfinden wir anders. Während ein Teil emsig arbeitet, ist der andere Teil zur Untätigkeit verdonnert. Selbst Hilfsbereitschaft hat gerade keinen Markt. Viele Hilfsbereite treffen momentan noch auf wenige, die Hilfe suchen. Unnütz sein. Unproduktiv. Vielleicht ist es Zeit, sich auch einmal das zu erlauben.
Pastorin Annegret Bettex, ev.-luth. Kirchengemeinde St. Michaelis Lüneburg
 

1. April: BESONDERE AUGENBLICKE
„Ich bin ein Clown und sammle Augenblicke“. Mit diesen Worten definiert sich Hans Schnier im Buch „Ansichten eines Clowns“ von Heinrich Böll. So wie er Augenblicke sammelt, achte ich zur Zeit besonders auf ungewohnte Momente der Stille. Sie verbinden uns – unabhängig von Religion und Konfession – mit dem Heiligen, gelobt sei es, sei sie, sei er. Mitten in aller Aufgeregtheit, Angst und Bedrückung dieser Tage wünsche ich Ihnen solche Impulse des Heiligen, auch in Begegnungen mit anderen Menschen. Ihre Seele wird diese Momentaufnahmen sorgfältig speichern und daraus zu gegebener Zeit ihre eigenen Schlüsse ziehen. Der Mensch lebt nicht vom Materiellen allein, sondern von jedem Aufleuchten des Heiligen, mitten im bisweilen knirschenden Getriebe dieser Welt.
Pastor Ingo Reiman, ev.-luth. Kirchengemeinde Betzendorf
 

31. März: ZAUBER IM ALLTAG
"Es schneit, Papa!" Unsere dreijährige Tochter steht im Pyjama am Bett und hat ihre Gummistiefel bereits angezogen. Nach der Zeitumstellung ist es wenigstens viertel nach sieben statt viertel nach sechs. Etwas später laufen wir durch den Garten – sie sehr begeistert, ich eher etwas grummelig. Von meinen Kindern lerne ich immer wieder neu mich zu begeistern. Mit ihren Augen sehe ich das Besondere im Alltäglichen. Sie erinnern mich daran, dass das Leben etwas ganz Tolles ist. Und das empfinde ich spätestens nach der ersten Tasse Kaffee auch so. „Schläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst du nur das Zauberwort.“ Der Schnee verzaubert kurz den Alltag und zaubert ein Lächeln auf mein Gesicht. Später am Morgen rollt meine Tochter mit ihrer großen Schwester drei kleine Schneebälle und stapelt sie übereinander. Und ich falte ein kleines Hütchen aus Papier für den Schneemann – auch wenn er nur zehn Zentimeter groß ist. Schläft ein Lied in allen Dingen.
Pastor Dr. Diederik Noordveld, ev.-luth. St. Johannis Kirchengemeinde Lüneburg
 

30. März: ZEIT
Wir haben alle gleich viel Zeit.
Mein Tag hat 24 Stunden und deiner auch. Oder? Alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: Geboren werden; sterben. In den Himmel gucken, Spielen, Singen, Blödsinn machen, Löcher in den Bauch fragen, sich langweilen, verzweifeln und hoffen hat seine Zeit. Herzen; aufhören zu herzen hat seine Zeit. Krank sein; gesund werden hat seine Zeit. Weinen hat seine Zeit, lachen; klagen, tanzen. Sich verlieren; sich neu finden hat seine Zeit. Telefonieren, vermissen und vorfreuen. Pläne schmieden; Geschmiedetes verwerfen hat seine Zeit. Arbeiten; Pause machen hat seine Zeit. Sonnenschein; Regen hat seine Zeit. Corona hat seine Zeit; Nach-Corona bald ebenso. Auf Gott und die Welt schimpfen; sich auf Gott und die Welt freuen hat seine Zeit. Was hat für Sie und Dich jetzt Zeit?
(nach Prediger 3) Anna Schlendermann, Diakonin in der Kindertafel der Paul-Gerhardt Gemeinde Lüneburg
 

25. März: GLÜCK IM UNGLÜCK
Wir wollen es nicht hören oder wahrnehmen, dass in jedem Unglück und in jeder Krise auch etwas Neues steckt, etwas Gutes, oft auch Glück – und ja, manchmal können wir das erst mit Abstand so betrachten.
Nach 14 Tagen Quarantäne kann ich von vielen Neuentdeckungen berichten:

  • Wie toll und kreativ die Kinder kochen können.
  • Wie ich Videokonferenzen entdecke und schnell neue Technik lerne.
  • Wie ich morgens, mittags und abends den Buntspecht in meinem Apfelbaum beobachten kann.
  • Wie gut selbstgemachte Nudeln und Spätzle schmecken.
  • Wie länger, ausführlicher und persönlicher die Telefonate werden.
  • Wie einander in der Nachbarschaft geholfen wird.
  • Wie ich mehr Zeit habe für andere, und mir dabei das Wort Qualität einfällt.
  • Wie ich die Wiedersehensfreude neu entdecke.
  • Wie gut es ist, zu spüren, dass „ein Mann, ein Wort“ noch zählt und funktioniert.

Henry Schwier, Diakon im Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg

24. März: KLEID AUS LICHT
„Ostern“ geschieht ständig – nicht nur am Kalendertag. Permanent mischt sich das Ewige ins Hiesige ein. Mal traumhaft-lieblich, mal kantig-korrigierend, mahnend, tröstend, grau, glitzernd oder gar umwälzend wie in dieser Zeit. So sehr, dass wir unmittelbar im Augenblick lernen müssen, etwa dass Beistand nun im Abstand besteht, dass Zusammenhalten Auseinandertreten heißt und „nahe sein“ „von ferne grüßen“ bedeutet.
Die  Formen wechseln, das Ewige nicht. Ostern ereignet sich unablässig und oft sonderbar mitten im Leid – nicht planbar, stets pulsierender als alle Jenseitsgedanken, immer lebendig und leiblich und hier.
Danach Ausschau zu halten, braucht es keinerlei Mühe, ich bemerke es einfach; alle Spuren von Schönheit wie in diesen Tagen das Gefühl von Verbundenheit unter allen Umständen. Es ist kaum messbar, aber wahr; jenseits sonstigen Geschäfts ein Gespür füreinander, ein Erkennen des anderen auf neue und gleichwohl uralte Weise – das Wahrnehmen des Himmels in all seinen Formen der Liebe, des Mitgefühls, des Lebens. Da ist ein unendliches Kleid aus Licht um uns und wirklich gar nichts, nicht einmal der Tod kann davon trennen: Licht vom Licht.
Pastor Bernhard Borowski, ev.-luth. Kirchengemeinde Willibrord in Neetze

25. März: LÄCHELN HILFT
Vor ein paar Tagen war ich einkaufen, am frühen Abend. Ich
gehe mit meinem Einkaufskorb vom abgestellten Auto Richtung Supermarkt. Nett gemeinte Worte von links. „Sie brauchen einen Einkaufswagen“, sagt eine junge Mutter mit ihrem Kleinkind. Mit der einen Hand schiebt sie ihren Einkaufswagen und mit der anderen den Kinderwagen. „Ach ja“, antworte ich. Also nochmal zurück, einen Einkaufswagen holen. Wieder Richtung Eingang. Der Mann von der Security nickt mir zu. Ich betrete den Supermarkt. Drinnen haben sich keine Schlangen an den Kassen gebildet. Es ist wenig los. Ich kriege keinen Brokkoli mehr, nicht schlimm. Brot ist noch da. Was ich wirklich brauche, kann ich kaufen. Außer mir sind es nur wenige Kundinnen und Kunden, dafür alle mit Einkaufswagen. Kaum Worte, aber viele freundliche Blicke. Praktisch in jedem Gesicht. Wir finden es wohl alle seltsam, da gerade durch den Supermarkt zu schieben. An der Kasse will ich das Brett, das die Waren hinter dem Scanner in eine von zwei möglichen Richtungen schiebt, wegdrücken, sodass ich nicht so weit greifen muss. „Nee“, sagt die Kassiererin, „lassen sie mal. Ist wegen dem Abstand.“ „Ja, richtig“, antworte ich. Sie lächelt. Ich lächele. Freundliche Blicke und Lächeln: mein Vitamin C in diesen Tagen.
Andreas Zachmann, Pastor in der ev.-luth. Laurentius Kirchengemeinde Kirchgellersen

24. März: SORGEN
Die Vögel waren es, die neulich meinen neuen Tag anpfiffen. Nicht der Wecker. Also noch ein paar Minuten Zeit, eh der kleine schwarze Kasten Alarm schlägt. Ich war vor der Zeit und das war schön! Die Kopfschmerzen vom Vorabend waren weg, keine Temperatur, kein Hustenreiz, ich war froh, aus der Traumwelt raus zu sein und in der Arbeitswelt noch nicht drin. Noch ein paar Minuten liegen bleiben und lauschen.
An den Autos hörte ich: es hat geregnet. Aber immer, wenn dieses Rauschen vorbeigezogen war, hörte ich die Vögel. Volle Besetzung: Tauben „gurr, gurr“, Krähe „kräh kräh“, Nachbars Hahn, manchmal, „kikeriki“, viele Spatzen und ab und an ein Singvogel, der wirklich singen kann. Und neben mir atmete es ruhig. Schöne Minuten, ganz für mich. Und dann kam er doch wieder, dieser alte Ohrwurm: „Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon wieder da?“ – „Nöö, noch nicht!“ Aber klar doch, sie werden den neuen Tag nicht verschlafen. Sie kommen! Sie bleiben nicht zu Hause. Doch die Sorgen sollen mich nicht flachhalten. Ich kann was tun. Zum Beispiel den Wecker ausknipsen, bevor er nervt, ich kann die Bettdecke zurückschlagen, die Beine rausschwenken und mich auf die Bettkante setzen. Und ich kann mein allmorgendliches Mantra vor mich hinsagen: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen“. Und ich kann aufstehen, ins Bad latschen, mein Tagesprogramm hochfahren. Immer noch. Gott sei Dank!
Johannes Link, ev.-luth. Kirchengemeinde St. Marien Scharnebeck

23.März: FUTUR 2
Die Futur 2 ist eine seltene Zeitform: Die vollendete Zukunft. „Wir werden  es überstanden haben.“ Wie wird es sein - wenn wir es überstanden haben werden? Werden wir einander wieder die Hand geben, einander umarmen? Werden wir einander besuchen und uns Zeit nehmen für ein Gespräch Auge in Auge? Werden wir uns freuen, dass die Straßen belebt sind, ja überfüllt?
Wir werden ins Kino gehen, in die Kneipe, ins Theater, in die Kirche. Wir werden wieder zur Arbeit gehen, Kollegen treffen. Hurra, die Ferien sind vorbei! Die Kinder gehen in die Schule, in die Kita. Eines Tages werden wir es überstanden haben. Werden wir etwas vermissen, wenn wir es überstanden haben werden? Ehrlich gesagt bin ich im Moment noch mehr bei dem Satz Jesu: „Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat“ (Matthäus 6,34). Aber ich sehe auch Gutes schon in dem, was ich heute erlebe.
Christian Cordes, Superintendent im Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg

21. März: GOTTESDIENST GANZ ANDERS
Wie oft schon haben mir ältere Menschen entschuldigend erzählt, dass sie  sonntags nicht  mehr in den Gottesdienst kommen können und stattdessen den Fernseh-Gottesdienst verfolgen. Das ist jetzt normal geworden. Hier gibt es viel Kreatives zu entdecken: Im Fernsehen, Rundfunk, Internet oder in den Sozialen Medien werden Gottesdienste geteilt. Es gibt Gebetsvorschläge für zu Hause, Ideen, wie Familien mit Kindern zu Hause kleine Gottesdienste  gestalten können. Ich erlebe, wie Menschen sich  über WhatsApp-Gruppen und per E-Mail vernetzen und über den Glauben austauschen. In der Krise entdecken wir, was wirklich wichtig ist und was uns trägt. Als Seelsorger beten wir gern auch stellvertretend für Sie mit, wenn Sie uns Ihre Anliegen mitteilen. Jesus sagt: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“
Dechant Carsten Menges, katholische Kirche St. Marien Lüneburg

19. März: WAS NICHT AUSFÄLLT
"Sonne ist nicht abgesagt
Frühling ist nicht abgesagt
Lesen ist nicht abgesagt
Musik ist nicht abgesagt
Lachen ist nicht abgesagt
Hoffnung wird nicht abgesagt
Phantasie ist nicht abgesagt
Freundlichkeit ist nicht abgesagt
Gespräche sind nicht abgesagt
Beziehungen sind nicht abgesagt
Achtsamkeit ist nicht abgesagt
Liebe wird nicht abgesagt
Beten ist nicht abgesagt
Stille ist nicht abgesagt
Geduld ist nicht abgesagt
Gelassenheit ist nicht abgesagt
Besonnenheit ist nicht abgesagt
Glaube wird nicht abgesagt
(unter Verwendung eines Textes von Robert Pfeiffer) Pastor Eckhard Oldenburg aus der ev.-luth. St. Nicolai Kirchengemeinde Lüneburg

18. März: ZUVERSICHT
"Drei Frösche fallen in einen Topf voller Milch. Der eine lässt den Kopf hängen: “Wir gehen alle unter“. Er ist Pessismist - und tatsächlich ertrinkt er schnell. Der zweite sagt: „Es wird schon Hilfe kommen, einer holt uns hier raus“. Er ist Optimist. Aber auch er geht unter, denn die Hilfe kommt nicht schnell. Der dritte Frosch fragt sich ernsthaft: „Was kann ich jetzt noch tun?“ Er beginnt zu strampeln, so gut er kann, mit seinen kräftigen Froschbeinen. Und tatsächlich: aus der Milch wird erst Sahne und dann Butter. Und er steigt lebend aus dem Topf. Seine Haltung ist Zuversicht. Das zu tun, was möglich ist. In der festen Hoffnung auf einen guten Ausgang. Solche vernünftige und aktive Zuversicht wünsche ich uns allen in diesen Tagen."
Christine Schmid, Leitende Superintendentin des Ev.-luth. Kirchenkreises Lüneburg