Jahreslosung 2021
Grafik: Birgit Naß, Barbara Hanusa
Taufkurs für Erwachsene im Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg, Fotos: Yuvray Singh, Ina Rempel
Brot für die Welt unterstützen

Wunderlich t - zum Nachlesen und -sehen

Nachricht Lüneburg, 07. Januar 2021

Gutes und Mut-Machendes: An jedem Tag vom 1. Advent bis zum Epiphaniastag am 6. Januar blitzten Wunderlich ter aus dem Kirchenkeis auf: mal feierlich, mal musikalisch, mal künstlerisch, mal nachdenklich.

In einer Kolumne schrieben Kirchenleute aus der Ökumene in Stadt und Landkreis in der Landeszeitung täglich ein "Wunderlich t". Und im digitalen Adventskalender ließen über 30 Kirchengemeinden und Einrichtungen aus dem Kirchenkreis ihre Vorfreude, ihre Hoffnung, ihren Glauben und ihre Fragen in einem täglichen Wunderlich t per Video leuchten. Staunen Sie, wie vielfältig und schön es zur Advents- und Weihnachtszeit in unseren Gemeinden und Einrichtungen zugeht. 

Der vierte König
Der vierte König hatte den Anschluss verpasst. Auch er war aufgebrochen, um dem Wunderstern zu folgen. Aber unterwegs war ihm viel begegnet. Vielen wendete er sich zu. Die Gaben, die er für das Kind mitgenommen hatte, ver-schenkt er an Bedürftige. Darüber war ein ganzes Leben vergangen, seins und das des neugeborenen Königs. 30 Jahre lang war er dem Stern gefolgt. Als er ankam, war aus dem Kind in der Krippe der Mann am Kreuz geworden. Gerade noch fand er den, zu dem er dem Stern gefolgt war. Als Geschenk hatte er nun nur noch sein Herz, bewegt von dem Wunderlicht, das ihn geleitet hatte, das er empfangen und das er verschenkt hatte. Den Sterbenden am Kreuz fragt er: Mein Herz, Herr, nimmst du es an?
Pastorin Amélie zu Dohna, ev.-luth. Kirchengemeinde Bardowick
(6.1.2021)
Heute endet die Kolumne Wunderlicht sowie der digitale Kalender des Kirchenkreises Lüneburg. Alle Mitwirkenden wünschen den Lesern und Leserinnen frohes, gesundes und zuversichtliches Jahr 2021. Da der traditionelle EpiphaniasEmpfang des Kirchenkreises am heutigen 6. Januar nicht stattfindet, kommt das digitale Wunderlicht heute von der Leintenden Superintendentin Christine Schmid und Superintendent Christian Cordes. 

Gebet
Ein kleines Mädchen betete jeden Abend mit seiner Mutter zunächst ein paar auswendig gelernte Gebetsverse, schloss aber stets auch einen selbstformulierten Satz an. An einem Abend betete sie: „Lieber Gott, bitte mach alle bösen Menschen gut und alle guten Menschen nett.“ Ein bemerkenswertes Gebet! Sicher, den Wunsch, dass die Bösen gut werden sollen, kann man leicht verstehen. Es gibt so viel von Menschen gemachtes Unheil in dieser Welt, wie schön wäre es, würden die Verantwortlichen sich ändern. Doch das Gebet des Mädchens schließt alle Menschen ein, auch uns (vermeintlich) guten. Wer denkt schon von sich, böse zu sein... Doch es reicht nicht aus, nur einfach eine hohe Moral oder Ethik zu haben. Es kommt darauf an, die Menschen in unserer Umgebung dies auch erleben zu lassen. In der Bibel in Philipper 4,5 steht: „Alle Menschen sollen eure Güte und Freundlichkeit erfahren.“ Das neue Jahr ist ein passender Anlass, vermehrt Güte und Freundlichkeit auszuteilen. Es nützt wenig einfach nur „Recht“ zu haben oder der vermeintlich „Gute“ zu sein, aber es nützt viel, mein Gegenüber erleben zu lassen, dass er oder sie wertgeschätzt und geliebt ist. Oder wie das kleine Mädchen sagte: Nett sein.
Pastor Timo Grebe, Adventgemeinde Lüneburg
(5.1.2021)
Von der Ev. Jugend der Kirchengemeinde Dahlenburg kommt heute das digitale  Wunderlich t des Kirchenkreises.

Wie einst
Tragt in die Welt nun ein Licht!“ so singt man oft in einem bekannten Lied, das sehr oft zur Weihnachtszeit in den Kirchen erklingt. 2020 war alles anders. Das Singen in der Kirche war und ist immer noch stark eingeschränkt. Wer hätte das Anfang letzten Jahres für möglich gehalten? Ich sicherlich nicht. Und so stehen wir fragend am Anfang des neuen Jahres. Froh, dass alte hinter uns gelassen zu haben, aber mit einem mulmigen Gefühl, wenn wir in die Zukunft blicken. Und doch gibt es Hoffnung. Letztes Jahr war ein hartes Jahr, aber man konnte auch sehen, wie gut Menschen zusam-menhalten konnten. Dieses Jahr wird die größte Hoffnung auf einen neuen Impfstoff gesetzt werden, auf neue Mächtige in Führungspositionen und auf Umwelt- und Naturschutz.Wilde Zeiten, in denen wir leben. Da beruhigt es doch, dass es auch schon zu biblischen Zeiten Menschen gab, die große Ungewissheit und Unsicherheit erwartete. Und trotzdem machten sie sich auf den Weg. Besonders zu dieser Jahreszeit sind die biblischen Geschichten voll von solchen Personen. Die Weisen aus dem Morgenland zum Beispiel, auch als die Heiligen Drei Könige bekannt, die aufbrachen und nach dem Kind Gottes suchten. Das einzige, was sie sahen, war ein Stern am Himmel, der ihnen mit seinem Licht den Weg zeigte. Sie fanden ein Kind in einer dreckigen Krippe, umringt von Hirten, Tieren und seinen armen Eltern, die ebenfalls auf der Reise waren. Verfolgt von einem eifersüchtigen Herrscher, der dem Kind nach dem Leben trachtete. Ich glaube nicht, dass sie das erwartet hatten. Und doch erkannten sie in dem Kind, in Jesus Christus, das Ziel ihrer langen Reise. Sie huldigten ihm und kehrten zurück in ihre Heimat. In ihnen brannte das Licht der Erkenntnis und der Hoffnung.Ich weiß nicht, was das neue Jahr bringen wird. Ich weiß auch nicht, ob alles besser oder alles schlechter werden wird. Eines aber hoffe ich von ganzem Herzen: Gott ist mit uns. Ich glaube, dass er uns auf unseren schwierigen Wegen begleiten wird. Uns als Gesellschaft, als Weltgemeinschaft, aber auch ganz individuell im kleinen, ganz persönlich, nur für uns und doch für alle, egal wie wir sind. Ich hoffe, dass sein Licht über uns leuchten wird, wie einst den Sterndeutern aus dem Orient. Hoffen Sie mit mir auf ein schönes, frohes und erfolgreiches Jahr 2021.
Sören Schnieder, Pastoralassistent Ökumenisches Zentrum St. Stephanus
(4.1.2021)
Das Wunderlich t des Kirchenkreises haben für heute die Mitarbeitenden des Paul-Gerhardt-Hauses erstellt.

Die digitalen weiteren Wunderlich ter:
3. Januar - Lebensraum Diakonie e.V.
2. Januar - Kirchengemeinde Deutsch Evern
​1. Januar - Mentorat Leuphana
31. Dezember - Kirchengemeinde Reinstorf

Stein um Stein
Unter dem Tannenbaum lag ein Kasten einer bekannten Klemmbausteine-Firma für das Kind. Sie können sich sicher vorstellen, wie sehr es sich gefreut hat. Schritt für Schritt baut das Kind nun seit Tagen an verschiedenen Modellen. Dabei folgt es einer Vision – und natürlich auch der Bauanleitung. Geduldig fügt es die einzelnen Steine zusammen, setzt sie um und korrigiert, wenn es sie falsch platziert hat. So wächst Stein um Stein das (Spiele-)Reich. Wie aus den einzelnen Schritten etwas Neues und Gemeinsames entsteht, fasziniert mich. Auch wenn es anfangs kaum sichtbar ist, ergibt jeder einzelne Schritt und Stein letztlich einen Sinn. Am Ende sind die Umwege und Korrekturen fast vergessen, die Freude überwiegt. So verspricht Jesus: „Euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.“ (Johannes 16,22). Ein Hoff-nungsschimmer in dieser Zeit zwischen den Jahren. Und die leuchtende Freude in den Augen des Kindes, wenn es mit seinen Steinen baut, ist für mich das schönste Wunderlicht in diesen Tagen.
Pastorin Kristin Bogenschneider, ev.-luth. Kirchengemeinde Nahrendorf
(30.12.2020)
Den digitalen Adventskalender des Kirchenkreises hat heute die Notfallseelsorge im Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg gestaltet.

365 Tage
Zwischen den Jahren“ – die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr.
Mögen Sie diese Zeit? Das eine Fest ist gerade vorbei, die andere Feierlichkeit steht bevor. Was klingt noch nach von Weihnachten? Klingt da noch etwas nach? Halte ich überhaupt mal inne, um einen Nachklang wahrzunehmen? Oder bin ich zu sehr beschäftigt mit Nach- und Vorbereitungen, dem Checken des aktuellen Inzidenzwertes und dem Bewältigen des Alltags? Ich lasse mich gerne überraschen von dem Wunder von Weihnachten, das 365 Tage im Jahr Gültigkeit hat. Vor wenigen Tagen noch habe ich mich von dem Lied „Ich steh an deiner Krippe hier“ mitnehmen lassen. Wohin eigentlich? Zum Innehalten und Anschauen dessen, was in der Krippe Wirklichkeit geworden ist: der  Mensch gewordene Sohn Gottes, Jesus! Im Angesicht Jesu komme ich zur
Ruhe, werde gehalten, gestärkt und ausgerichtet. Und aus dem Blick Jesu empfange ich Identität und Würde! Geliebt zu sein, ohne leisten zu müssen. Bedingungslos! Allen Irrungen und Wirrungen zum Trotz! Dieses
Jahr hat unserer Welt das Thema Einsamkeit neu auf die Tagesordnung
gebracht. Und was ist die Antwort? Der sogenannte Anti-Einsamkeits-Roboter ist zum Verkaufsschlager geworden.Die Beschreibung sagt: Er zeigt Gefühle und wird sogar eifersüchtig. Er reagiert auf Berührungen,
erfasst Befinden und Persönlichkeit von Menschen. Wenn er einen mit Display-Augen anblinzelt, kann das die Seele wärmen. Na dann: Herzlichen Glückwunsch! Das Wunder in der Krippe gehört nur in die Weihnachtstage, aber der Anti- Einsamkeits-Roboter ist fürs Leben?!
Ohne mich! Ich lade uns alle ein, die Zeit „zwischen den Jahren“ dafür zu nutzen, noch einmal „an die Krippe“ zu kommen und uns im Gebet an Jesus zu wenden. Ich garantiere Ihnen, dass Sie nicht ungesehen und ungehört weitergehen, sondern wie Dietrich Bonhoeffer geschrieben
hat: „von guten Mächten wunderbar geborgen“. Probieren Sie es aus…
Pastor Joschi Stahlberg, Freie evangelische Gemeinde Lüneburg
(29.12.2020)
Im Wunderlich t des Kirchenkreises, dem digitalen Adventskalender, ist heute die Mitarbeitendenvertretung zu sehen.

DANACH....
Die Tage nach Weihnachten...… als die Hirten in ihren Alltag zurückkehrtenund und das, was sie gesehen und gehört hatten, überall verbreiteten, … als Maria alle die Worte in ihrem Herzen bewahrte und bewegte (wörtlich: „zusammenwarf“) – nachdachte und nachspürte,
… als die Weisen, die der Stern zum Kind in der Krippe geführt hatte, wieder auf einem anderen Weg in ihre Heimat zurückkehrten – also dem König Herodes eine Nase drehten. Die Tage nach Weihnachten sind die,
… in denen das Weihnachtslicht nicht mehr so hell aufstrahlt aber zu einem beständigen Licht im Alltag wird, … in denen in uns die Botschaft von Weihnachten nachklingen kann, um sie als Kraftquelle für Zuversicht zu speichern, … in denen wir darüber nachdenken, welche neuen Wege wir im neuen Jahr gehen wollen. Die Tage nach Weihnachten, die Zeit „zwischen den Jahren“ dazu nutzen, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Der eigene Jahresrückblick wird zwar nicht im Fernsehen gezeigt, ist aber für uns persönlich viel wichtiger. Und für den Ausblick auf das Kommende bedenken, was wir immer schon wussten, aber in diesem Jahr noch einmal sehr deutlich erlebt haben: wie wenig wir die Zukunft in der Hand haben. Darum ein vertrauendes „aber“ einüben: „Ich aber hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott, meine Zeit steht in deinen Händen.“ (Psalm 31, 15+16)
Pastor Eckhard Oldenburg, ev.-luth St. Nicolai-Kirchengemeinde
(28.12.2020)
Vom Vorstand der Evangelischen Jugend Lüneburg kommt heute das digitale Wunderlich t.

Die weiteren Wunderlich ter:
27. Dezember - Kirchengemeinde St. Michaelis
26. Dezember - Kirchengemeinde Thomasburg
25. Dezember - Kirchengemeinden Amt Neuhaus
24. Dezember - Kirchengemeinde Reppenstedt


TAUSCH
Nur noch ein Tag. Die Spannung steigt. Auch bei uns daheim, denn unser Sohn weiß: „Morgen Kinder wird‘s was geben“. Dann werden die Augen wieder strahlen – am Heiligen Abend. Vielleicht so wie bei dem Jungen, über den ich letztlich in einer kleinen, bewegenden Geschichte las. Er steht am Heiligen Abend an der Krippe und redet mit dem Jesuskind, weil er ihm doch auch so gerne etwas schenken will. Und Jesus sagt: „Ja, ich möchte ein Geschenk von Dir haben. Genau genommen möchte ich drei  Geschenke von Dir.“ Der Kleine wird blass: „Meinen ferngesteuertes  Spielzeug-Auto, die Playstation und den Elektroroller?“ „Nein“, sagt Jesus, „die behalt mal und freu dich dran. Deinen letzten Aufsatz möchte ich  haben:“ „Aber der war ungenügend, 6, völlig verhauen.“ „Genau“, sagt Jesus, „das möchte ich als Dein Geschenk, alles, was ungenügend ist in Deinem Leben. Und dann möchte ich noch etwas, nämlich Deinen Milchbecher.“ „Aber der ist doch zerbrochen.“ „Genau“, sagt Jesus, „und wenn wir schon mal dabei sind: Ich möchte gerne alles von Dir haben, was zerbrochen ist, damit ich es heilen kann. Bist Du einverstanden?“ „Ja“, stottert der Junge. „Und als letztes“, sagt Jesus, „möchte ich die Antwort haben, die Du Deiner Mutter gegeben hast, als sie fragte, wie denn der Milchbecher kaputtgegangen ist.“ Da weint der Kleine bitterlich: „Ich … ich habe gesagt, ich hätte den Becher umgestoßen; in Wahrheit habe ich ihn absichtlich auf die Erde geworfen.“ „Ja, Du sollst mir all deine Lügen, Dein Böses, was Du getan hast, bringen“, sagt Jesus. „Und wenn Du zu mir kommst, will ich Dir helfen; ich will Dich annehmen in Deiner Schwäche; ich will Dir immer neu vergeben; ich will Dich an deiner Hand nehmen und Dir den Weg zeigen.“ Weihnachtlicher Geschenkeaustausch mal anders. Aber genau das geschieht, wo wir uns Gott anvertrauen: Wir geben Jesus, was unheil und falsch in unserem Leben ist, und er beschenkt uns mit neuen Anfängen. Ihnen allen einen segensreichen Geschenketausch und frohe Weihnachten!

Pastor Axel Kuhlmann, ev.-freikirchl. Friedenskirche Lüneburg
(23.12.20)
Im digitalen Adventskalender des Kirchenkreises ist heute die Kirchengemeinde Lüne zu sehen.

ANDERS
Viele Jahre begleitet mich schon der ANDERE Advent. Als Kalender.
Diesmal war er ausverkauft. Einen ANDEREN Advent habe ich trotzdem.
Kein Chorsingen. Allein singen.
Weniger kaufen. Mehr selbermachen.
Weniger Feiern. Mehr Gespräche.
Weniger Termine. Mehr Zeit.
Intensives Miteinander.
Der ANDERE Advent ist eben anders.

Und Weihnachten?
Vielleicht so:
Weniger Menschen. Mehr Briefe.
Weniger Bescherungen. Mehr Überraschungen.
Weniger Essen. Mehr Genuss.
O du fröhliche - auf der Straße.
Ich steh an deiner Krippen hier - zu Hause.
Denken an die, die allein sind. Telefonieren.
Eine Kerze ans Fenster stellen.
Spazierengehen. Pause machen.
Abstand halten. Verantwortlich leben.
Die Krippe betrachten. Die Botschaft hören:
„Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus,
geht auf allen Wegen mit uns ein und aus!“
Hoffnung schöpfen. Vertrauen erneuern.
Segen empfangen. Jauchzen, frohlocken!
Anders geht auch.
Diakonin Antje Stoffregen, ev.-luth. Paul-Gerhardt-Gemeinde
(22.12.20)
Im Wunderlich t des Kirchenkreises, dem digitalen Adventskalender, ist heute das Seelsorgeteam im Psychiatrischen Klinikum Lüneburg zu sehen.

JESSUSTEIPPI?
In diesen Tagen wird es viel verwendet: das Klebeband. In der kleinen Version wird es Tesa genannt. In der „großen Spezialversion“ heißt es Gaffertape, Panzerband oder Duct Tape. Ein Klebeband, dass fast überall hält, selbst auf kaltem Steinfußboden – darum wird es auch gerne bei Veranstaltungen im Freien eingesetzt. Kabel werden fixiert, Stolperfallen abgeklebt. Es ist unglaublich stark und praktisch. Außerdem braucht man keine Abrollhilfe, das Klebeband kann man mit der Hand abreißen. „Profis“ haben es immer dabei. Und dann gibt es da noch die Finnen. Ein kleines Volk, es lebt nordöstlich von uns. Bei uns gelten die Finnen als sehr  erfinderisch, sehr kinder- und bildungsfreundlich und ein bisschen schräg. Es gibt eine große Hardrock- und Metal-Szene und eine große Vorliebe für riesige alte amerikanische Autos. Da passt es, dass die Finnen einen  eigenen Begriff für das Superklebeband erfunden haben: Es heißt  Jessusteippi. Jesus-Tape. Ich finde, das  ist ein großartiger Begriff. Jesus ist immer dabei und hält einfach alles gut zusammen! In diesem Sinne: Jessusteippi- Amen. 
Henry Schwier, Diakon im Kirchenkreis 
(21.12.20)
Die Ev. Jugend Bardowick.gestaltet heute das digital Wunderlich t des Kirchenkreises.

Die weiteren Wunderlich ter:
20. Dezember - Kirchengemeinde St. Johannis
19. Dezember - Kirchenkreisjugenddienst

PACKESEL

Josef und Maria wären lieber zu Hause geblieben. Bald kommt ihr Kind. Aber sie müssen los. 130 Kilometer von Nazareth nach Bethlehem. Nur weil der Kaiser es so will. Volkszählung. Erna und Jürgen wären lieber gefahren. Bald kommt ihr Enkel. Aber sie bleiben zu Hause, um die Schwangere zu schützen. Volksgesundheit. Für Josef allein sind die Sachen zu schwer: Proviant, Decke, Medizin. Zum Glück haben die Nachbarn einen Esel geliehen. Maria kann sitzen. Für Bianca allein sind die Sachen zu schwer: Entenbrust, Rotkohl und Wein. Zum Glück hat die Nachbarin für sie eingekauft. In Marias Bauch reitet auch Jesus auf dem Esel. Der bringt ihn an seinen Bestimmungsort. Welcher Ort ist mir bestimmt? Heute, morgen, in Ewigkeit? Manches kann ich allein nicht tragen. Sachen, aber vor allem: Taten: meine, fremde. Nicht gewollt, aber geschehen. Jesus ist selbst ein Packesel geworden. Er ist es gern. Er  nimmt, was uns belastet. Am liebsten Schuld.
Pastor Frederic Richter, ev.-luth. Kirchengemeinde St. Dionys
(18.12.20)
Den digitalen Adventskalender des Kirchenkreises hat für heute die Ev. Jugend St. Stephanus gestaltet.

Vertrauen
Aufbauend in dieser Zeit erlebe ich gerade die Treffen an der Haustür, etwa bei einem Geburtstagsbesuch. Natürlich mit Abstand und gleich begleitet von meinem Satz: „Ich kann aber leider nicht hereinkommen.“ Aufbauend die Antwort darauf: „Aber natürlich, dafür haben wir Verständnis“ – Weihnachten ist vielleicht genau das: Verständnis. Verständnis für die jeweilige Situation, die Hoffnungen und Ängste. Dass ich mich einlassen kann auf den anderen oder die andere und das tue, was hilft. Verständnis war der Beginn der Weihnacht: Gottes Verständnis für die Situation der Menschen irgendwo zwischen Hoffnung und Angst. Dafür wurde er nach christlichem Verständnis (!) Menschen und uns ganz nah und in Jesus Christus verständlich. Wenn Sie etwas tun wollen in dieser Zeit: Haben Sie Verständnis füreinander. Dann ist Weihnachten angebrochen.
Pastor Henning Hinrichs, ev.-lith. Auferstehungsgemeinde Reppenstedt
(17.12.20)
Im digitalen Adventskalender des Kirchenkreises präsentiert sich heute die Katharinen-Gemeinde Embsen.

VERTRAUEN
So heißt es in einem Adventslied. So sind wir in diesem Jahr in der (un)glücklichen Lage, dass es für Viele aufgrund der Corona-Pandemie eine Notsituation ist. Einzelhandel, Freiberufler, wie Künstler_innen, Bewohner_innen von Pflegeheimen. Und ich sage ihnen: „Habt Vertrauen!“ Mir bleibt es ehrlich gesagt, manchmal schon ein wenig im Halse stecken. Doch dann fällt mir die Geschichte der Hirten auf dem Feld wieder ein. Als der Engel zu ihnen tritt und das helle Licht um ihn strahlt, haben auch die Hirten Angst. Sie haben bereits Angst als der Engel ihnen sagt: „Fürchtet Euch nicht, Euch ist der Retter geboren.“ Also dürfen wir trotz aller Not und mit aller Sorge uns die Weihnachtsbotschaft, hoffnungsvoll sagen. Das Licht wird geboren und mit dem Weihnachtsfest beginnt bei uns auch die Zeit an denen die Tage wieder länger Licht haben. Das Friedenslicht aus Bethlehem leuchtet dieser Tage in vielen unserer Kirchen. In St. Stephanus, St.Marien, St. Godehard und Christ-König sind sie herzlich

eingeladen sich dieses Licht der Hoffnung mit nach Hause zu nehmen, als Hoffnungszeichen und der Zusage: Das Licht kommt in die Welt, auch wenn wir uns jetzt noch fürchten. 
Katja Reinke, kath. Gemeindereferentin St. Marien
(16.12.20)
Im digitalen Adventskalender des Kirchenkreises präsentiert sich heute das ökumenische Seelsorgeteam im Städtische Klinikum.

SCHOKO
Inzwischen sind viele Türen geöffnet am Adventskalender. Acht Türchen kommen noch. Als Kind kannte ich nur eine Art von Adventskalender: Vorne ein buntes Bild, 24 Türen, dahinter ein Stück Schokolade – eher die günstige Sorte, nicht gerade ein Hochgenuss. Jedes Jahr gab es ein anderes Bild auf der Vorderseite. Die Formen der Schokolade waren immer gleich. Damals war ich erstaunt, Anfang Dezember den Adventskalender meines Cousins zu sehen. Alle Türen waren schon vor dem Nikolaustag geöffnet, die Schokolade verspeist und die Türen wieder geschlossen – so gut es ging. Ich dachte damals: „Schade, wenn man den ganzen Dezember keine Schokolade mehr hat“. Der Adventskalender ist darauf angelegt, jeden Tag wirklich nur eine Tür zu öffnen. Heute gibt es eine Vielzahl von Adventskalendern – sehr edle und teure Modelle. In diesem Jahr gibt es in der Pandemie viele schöne und gehaltvolle digitale Adventskalender. Ich folge allein vier verschiedenen Modellen. Das Problem heute besteht darin, zu viel und zu gute Schokolade zu haben – in der Perspektive meines Cousins damals. Oft finde ich nicht die Zeit für diese Schätze. „Aus der Tiefe rufe ich zu dir“, heißt es in Psalm 130. In diesen Tagen kann man diese Worte mit dem Herzen mitsprechen. „Meine Seele wartet auf den Herrn“ – heißt es ebenfalls in Psalm 130. Die nötige Sehnsucht fürs Warten entzündet sich, wenn wir wirklich jeden Tag ein Türchen öffnen und uns die Zeit dafür nehmen.
Martin Hinrichs, Ev.-ref. Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen
(15.12.20)
Im digitalen Adventskalender  des Kirchenkreises präsentiert sich heute die Kirchengemeinde Neetze
 

ZAHLEN ERZÄHLEN
Luise hat in einem halben Jahr Geburtstag. 10 Tage vor dem Johannistag. Flugs hatte sie sich die Vierzehn für den Lebendigen Adventskalender ergattert. Ihre 14 hängt nun wetterfest vor der St. Michaeliskirche und seit heute am Maschendrahtzaun der Gartenkirche in Oedeme. Als digitales Bild ziert ihre Zahl den musikalischen Adventskalender  der Wohnzimmerkirche: Hinter der Zahl erklingt das Lied des Tages.
Am 14. Dezember: „Vom Himmel hoch da komm ihr her, ich bring euch gute neue Mär“. Luise hat ihre Zahl aus Flötenteilen gelegt und mit Engeln wunderbar umgeben. Zahlen erzählen! Wenn ich die Zahl Vierzehn höre, habe ich immer die 14 Englein vor Augen:
Zwei zu meinen Häupten,
zwei zu meinen Füßen,
zwei zu meiner Rechten,
zwei zu meiner Linken,
zweie, die mich decken,
zweie, die mich wecken,
zweie, die mich weisen
zu Himmels Paradeisen.
„Diese Bewahrung am Abend und am Morgen durch gute unsichtbare  Mächte ist etwas, was wir Erwachsene heute nicht weniger brauchen als die Kinder“, schreibt Dietrich Bonhoeffer am 19.12.1944 in seinem letzten Brief an seine Verlobte. Über diese Zahlen gäbe es viel zu erzählen.
Stephan Jacob, Pastor der ev.-luth. Kirchengemeinde St. Michaelis Lüneburg, gestaltet die Familienseite www.wohnzimmerkirche.net
(14.12.20)
Im digitalen Adventskalender des Kirchenkreises präsentiert sich heute das Jugendcafé Kreideberg.

Die weiteren Wunderlich ter:
13. Dezember - Kirchengemeinde St. Nicolai
12. Dezember - Kirchengemeinde Scharnebeck

SILVESTER
Im Advent denke ich an Silvester. Warum? Ich nehme Sie mit: mein Silvester vor 25 Jahren. Silvester 1995. Ich bin vier Jahre alt. Pausbacken, Bommelmütze, trotz dickem Schneeanzug eine laufende Nase und ordentlich skeptisch, was die Knallerei in den Nachbarsgärten betrifft. Aber
ich habe gehört, dass die Böllerei böse Geister vertreibt. „Wenn Gott im Himmel wohnt und dann all diese Lichter sieht, glaubt er dann, wir wollen ihn vertreiben?“, denke ich laut. „Nein“, versichert mir Mama. „Gott weiß, dass der Krach nicht ihm gilt, zumindest nicht, um ihn zu erschrecken.“ „Was denkt Gott dann?“, frage ich stirnrunzelnd zurück. „Vielleicht: toll, die Menschen wollen sich für das Jahr bedanken und schießen bunte Lichter zu mir“, antwortet Mama zufrieden, nachdem sie kurz überlegt hat. Das leuchtet mir ein. Ich ziehe die Nase hoch und schniefe zustimmend.
Also taste ich mich dieses Silvester an die Lichter heran. Ich halte die erste Wunderkerze, spüre das Prickeln an den Fingern und flüstere: „Danke für das Jahr“ gen Himmel. Schaden kann’s ja nicht. Dann: ein Knattern in der Luft und kurz vor meinem Gesicht eine Explosion. Ein Knallfrosch. Der Schreck ist groß, aber es ist nichts passiert. In den nächsten Jahren bewaffne ich mich an Silvester. Mit meiner Sandkastenschaufel. Wir sind vorbereitet. Meine Schaufel und ich. Es braucht den einen sicheren Augenblick, und ich lasse eine Wunderkerze brennen. Jedes Jahr funkelt diese eine Wunderkerze: mein Danke an den Himmel für das Jahr.
Das mache ich heute noch. Ohne Schaufel. Nicht mehr an Silvester, sondern im Advent. Denn am 1. Advent beginnt auch ein neues Jahr: das Kirchenjahr, und es minimiert die Gefahr, von einem Knallfrosch getroffen zu werden. In manchen Jahren gleitet mir das „Danke“ leichter über die Lippen als in anderen. Aber bisher habe ich immer eine Wunderkerze entzündet.
Saskia Keitel, Vikarin in der St. Laurentius Kirchengemeinde
(11.12.20)
Im digitalen Adventskalender des Kirchenkreises präsentiert sich heute der Wichern-Adventskranz.

ETWAS WAGEN LOHNT SICH
Letztes Wochenende habe ich etwas gewagt, was ich schon lange nicht mehr gemacht habe. Ich habe Samstagabend (m)einen Stiefel rausgestellt, weil am Sonntag Nikolaus war. Das machen ja eigentlich nur Kinder, aber dieses Jahr wollte ich es auch mal ausprobieren. Dabei macht es eigentlich überhaupt keinen Sinn, einen leeren Stiefel vor die Tür zu stellen – mit der Hoffnung, dass ihn jemand füllt, einfach nur, weil er es gut mit uns meint. Doch wer nichts wagt, der kann auch nicht(s) gewinnen. Manche Dinge muss man einfach ausprobieren. Ganz ähnlich habe ich das auch im Blick auf Gott erlebt. Gott kann ich nicht sehen. Aber nur weil ich ihn nicht sehen kann, bedeutet das nicht, dass es ihn nicht gibt oder dass ich seine Liebe nicht erfahren kann. Es lohnt sich im Blick auf Gott ruhig mal „den Stiefel vor Tür zu stellen“ – Glauben zu wagen. Gott, der uns liebt und ein Interesse daran hat, dass wir ihn kennen und erleben, wird uns  nicht enttäuschen. In der Bibel verspricht Gott: „Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden; ja, wenn ihr ernsthaft, mit ganzem Herzen nach mir verlangt, werde ich mich von euch finden lassen“ (Jer 29,13-14a). Seinen Stiefel rauszustellen und Glauben zu wagen ist nicht nur etwas für Kinder. Und für mich hat sich beides gelohnt – ich wurde nicht enttäuscht.
Friedemann Pache, Pastor in der Matthäus-Gemeinde Lüneburg
(10.12.20)
Das digitale Wunderlich t des Kirchenkreises kommt heute vom Leitungsteam des Ev.-luth. Kindertagesstättenverbandes.

NAKT BADEN
Ich musste am Frühstückstisch so lachen, als ich kürzlich dieses Graffiti in einem Bericht der Lüneburger Landeszeitung las. „Nakt baden“ – das ist eine so andere Aufforderung als das adventliche „Zünd ein Licht an!“.
Ich wurde von dem Graffiti angezündet. Mensch, wie schön ist es, in einer dunklen Sommernacht unter den Sternen zu baden. Unvergessen, wie man damals mit seiner Clique abends noch mal zum Baggersee loszog. Wasserschlachten ohne die Alten. Nun zogen ein paar Kinder und Jugendliche abends durch ihre Ortschaften. Das Surfen im Internet ist ihnen zu langweilig. Netflix auch. Sie sind eine kleine Straßenfamilie. Sie bauen Mist und träumen im November vom „Nakt baden“. Sie suchen das Leben auf ihre Weise. Und dabei ging auch einiges zu Bruch. Das ist zerstörerisch.
Solche Scherben bringen kein Glück, sondern Ärger. Das hat Konsequenzen. Diese Halbstarken sind vital, voller Energie. Aber sie sind keine Kriminelle. Wir Alten wissen wenig davon, was sie umtreibt. Mitunter stehen wir hilflos vor ihrer Wildheit und ihren Einfällen. Gut ist es, wenn wir uns erinnern, was uns in unserer eigenen wilden Zeit in die Spur zurückgeholfen hat. Das lässt hoffen und macht Mut. Kinder sind wunderlich, gerade auch in diesem Alter. Aber alle gehören zu unserem Ort und in jedem steckt ein wunderbares Licht. Mögen Gottes Engel sie behüten auf allen ihren Wegen, gerade jetzt, wo fast alle „am Schwimmen sind“ und wir einander so sehr brauchen.
Johannes Link, ev.-luth. St. Mariengemeinde Scharnebeck
(9.12.20)
Im digitalen Adventskalender des Kirchenkreises präsentiert sich heute die Kirchengemeinde Kirchgellersen.

ANDERE LÄNDER, ANDERE SITTEN
Andere Länder, andere Sitten, aber ein und dasselbe Fest: Weihnachten mit Öllämpchen auf der Gartenmauer und Lichterketten in den Zweigen der Mangobäume bei sommerlichen Temperaturen. Im Advent wird gefastet, und selbstverständlich spricht man im Alltag mit Nachbarn und Kollegen über Glaubensfragen. In zwei meiner Gemeinden hatte ich über den Kindergottesdienst Kontakt zu indischen Gemeinden, die dort in der absoluten Minderheit leben und regional stark bedrängt werden. Oft gehören die dortigen Christen zu den untersten Kasten oder sind Dalits, d.h. „Unberührbare“. Wer im Neuen Testament auch nur ein wenig Bescheid weiß, dem kommt dies bekannt vor: Jesus wendet sich denen zu, die im Leben oft im Schatten stehengelassen werden. Er heilt die Kranken und isst mit den moralisch Fragwürdigen. So kommt Licht und Wärme ins Leben. Damals wie heute! Bei den indischen Christen wird an Heiligabend das Fasten gebrochen und bis in den späten Abend getanzt. Jedes von Christen bewohnte Haus wird mit einem Stern geschmückt. Er muss unbedingt rot sein, der Farbe der brennenden Liebe und des Geistes. Für den Gottesdienst um Mitternacht ist die Kirche schon außen mit bunten, schrillen Lichtern geschmückt. Hier wechseln schnell und munter die Farben. Andere Länder, andere Sitten, aber irgendwie auch nicht ganz unbekannt…
Helmut Strentzsch, Diakon Ökumenisches Zentrum St. Stephanus
(8.12.20)
Im digitalen Adventskalender des Kirchenkreises präsentiert sich heute die Deutsch-Persische Gemeinde

Kipferl und Busserl
Mein Urgroßvater war Bäcker- und Konditormeister, und wenn ich auch leider nur wenig frühe Kindheitserinnerungen an ihn habe, ich habe aber ein altes und schon vergilbtes Rezepteheftchen mit den Plätzchenrezepten der Familie. Für mich ist das ein echter Schatz! Und ich habe Erinnerungen ans gemeinsame Backen und Verzieren in der Wohnküche meiner Großmutter und diesen fabelhaften Geschmack der Vanillekipferl und der Linzer,  der Bärentatzen und Haselnussbusserl. Dieses Jahr will ich wieder backen, wieder eintauchen in die Gerüche und den Geschmack von frischem Teig, Vanilleschote und geschmolzener Schokolade.
Es ist, als ob ich damit wieder andocke, bei dem was ich als Kind geliebt habe. Zugleich spüre ich eine große Verbundenheit und Dankbarkeit mit den Generationen vor mir und wie sie ihr Leben, vor allem die schweren Zeiten im und nach dem Krieg gemeistert haben. Das vergilbte Rezepteheftchen habe ich schon aus dem Schrank geholt. Beim Planen ist mir eingefallen: Das tun wir doch eigentlich auch in unseren Adventsgottesdiensten. Wir hören und erinnern uns der uralten Worte, der Lebenserfahrungen und Verheißungen vieler Generationen vor uns. „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell (Jesaja 9,1)“.
Für mich trägt das Erinnern in diesem Jahr den Geruch und den Geschmack von frischen Vanillekipferln, Bärentatzen und Haselnussbusserln und vor allem das Gesicht von meinem Opa Bäckermeister.
Martina Forster, Klinikseelsorge und Justizvollzugsseelsorge
(7.12.20)
Im digitalen Adventskalender des Kirchenkreises präsentiert
sich heute die Ev. Familien-Bildungsstätte.

Die weiteren Wunderlich ter:
6. Dezember - Schulpfarrämter
5. Dezember - Nikolaus in St. Nicolai

WIRKLICH
Wunder geschehen.
Ich kann sie nicht machen.
Ich kann sie erhoffen, erbeten, vielleicht nur erträumen.
Manchmal sind sie total verrückt,
manchmal bin ich total entrückt, verzückt und beglückt.
Wunder geschehen.
Wirklich.
Wunderbar.
Christian Cordes, Superintendent des Ev.-luth. Kirchenkreises Lüneburg
(4.12.120)
Im digitalen Adventskalender des Kirchenkreises präsentiert sich heute der Bund ehemaliger Teamer Reinstorf e.V. .

WOHLIGE WÄRME
Unser Kaminofen ist endlich angeschlossen! Schon lange Jahre wünschen wir uns eine Feuerstelle. Nachdem der Schornstein unseres Hauses instand gesetzt wurde, ist es nun soweit. Ich kann es nicht erwarten, Kleinholz und Scheite aufzuschichten und ein Feuer anzuzünden. Selbst unsere Tochter kommt ins Wohnzimmer, und wir sitzen zusammen und genießen die wohlige Wärme und das Licht im frühen vorabendlichen Dunkel. Das Feuer knackt und knistert. Es riecht nach Kiefernharz. Der Feuerschein tanzt an den Wänden. Wir beobachten fasziniert die Flammen. Wir fühlen uns wohl. Wir rücken näher und kuscheln uns gemeinsam in eine Decke auf dem Sofa, ein langes Gespräch entwickelt sich. Advent ist die Zeit, in der wir uns auf den freuen, der gesagt hat: „Ich bin das Licht der Welt“. Er kommt! Es beginnt klein und unscheinbar in unseren Herzen und Familien. Wie schön! 
Matthias Forchheim, ev.-luth. St. Thomasgemeinde (SELK)
(3.12.12)
Im digitalen Adventskalender des Kirchenkreises präsentiert sich heute die Evangelische und Katholische Hochschulgemeinde Lüneburg

EINE KLEINE ÜBUNG
Es ist Advent, ein ganz anderer Advent als sonst. Doch was bleibt, ist: Gott will geboren werden. Weil Gott zu uns Menschen will. Weil Gott in uns ankommen will. Weil die göttliche Kraft der Liebe zu uns, zu jeder und jedem einzelnen, so stark ist. Nicht immer spüren wir das. Die folgende kleine Übung kann dabei helfen: Stell dich hin, vielleicht machst du auch das Fenster auf. Breite deine Arme aus, als wolltest du die Welt umarmen, mit allem, was sie gerade zu bieten hat: Die Luft, die du atmest, der Raum, in dem du stehst, das Leben, das du lebst … das Schöne und das Blöde, das Langweilige und das Spannende, das, was dich jauchzen lässt und das, was dich kirre macht – all das kannst du mit ausgebreiteten Armen in dich aufnehmen, ein-atmen. Heiße es willkommen. Und bei Ausatmen umarme dich, mit all dem, was dir an dir gefällt, all dem, was du gut findest an dir und auch (erst recht) dem, was dich stört und stresst an dir selbst, was du so gern ändern würdest—umarme es. Und dann empfange wieder die Welt mit deiner Umarmung und atme ein und beim Ausatmen umarme dich selbst. Wiederhole das, bist du satt bist an Umarmungen … Hat sich der Tag verändert? Ist etwas angekommen?
Dorothee Kanitz, ev.-luth. Pastorin in Lüneburg
(2.12.20)
Im digitalen Adventskalender des Kirchenkreises präsentiert sich heute die Kirchengemeinde St. Dionys. 

DIE WELT HELLER MACHEN
In der Gemeinde, in der ich früher tätig war, stellte der Pfarrhelfer am Anfang der Adventszeit immer ein großes Fenster in der Kirche auf, das er aus Holz und Transparentpapier selbst gebaut hatte. Wenn man die Fensterläden öffnete, erschienen Bilder von Heiligen. An ihrem Gedenktag wurde hinter dem Bild eine Kerze entzündet, die deutlich machte: Diese Menschen haben durch ihr Leben Licht in die Welt gebracht. Da war der Bischof Nikolaus zu sehen, der Kindern und Familien in der Not geholfen hat. Die Heilige Lucia, die trotz Verbots hungernden Menschen nachts heimlich Lebensmittel brachte. Dabei war sie ziemlich kreativ: Um beide Hände für die Körbe mit Broten frei zu haben, setzte sie sich einen Lichterkranz aus Kerzen auf den Kopf, um den Weg zu finden. Welche Menschen würden Sie in diesem Fenster abbilden? Ich denke zum Beispiel an den Priester Adolph Kolping, der sich im 19. Jahrhundert um ausgebeutete und verwahrloste Arbeiter gekümmert hat, ihnen Bildung und die Erfahrung der Gemeinschaft geschenkt hat (Gedenktag 4.12.). Oder vielleicht Menschen unserer Zeit? Wo begegnen Ihnen heute Menschen, die durch ihr Handeln Licht in die Welt bringen? Ich erlebe zurzeit viele, die unglaublich kreativ sind, um durch einfache Zeichen anderen eine Freude zu machen. Vielleicht müssen wir unsere inneren Fensterläden einfach öffnen, um diese Lichter zu sehen – oder selbst als kleine Hoffnungslichter die Welt ein Stück heller zu machen. Eine lichtreiche Zeit wünscht Ihr
Carsten Menges, Pfarrer der kath. Kirchengemeinde
(1.12.20)
Im digitalen Adventskalender des Kirchenkreises wird die Aktion „Brot für die Welt“ vorgestellt.


WUNDERLICHT
Wenn ich nachts nicht schlafen kann, liege ich einfach still. Manchmal aber stehe ich auf und öffne das Fenster, schaue in den Nachthimmel. Das beruhigt. Im August, an der Ostsee, wurde ich dabei überrascht: Ich sah zum ersten Mal im Leben eine Sternschnuppe. Wunderschön! Ihr Licht, ihr eleganter Flug. Geheimnisvoll: ihr plötzliches Auftauchen, ihr stummes Verlöschen am Firmament. Licht ist immer in Bewegung. Geht an und aus. Wird vermisst und leuchtet unerwartet auf.
Dieses Jahr werde ich den großen Stern an meiner Krippe anders anschauen als zuvor. Und ich werde denken: Wie gut, dass Du Jahr für Jahr erscheinst bei uns. Und nie verlöschst. Eine Adventszeit mit Wunderlicht-Momenten wünsche ich Ihnen, gerade in diesen außerordentlichen Tagen. Ihre
Christine Schmid, Leitende Superintendentin des Ev.-luth. Kirchenkreises Lüneburg
(30.11.20)
Im digitalen Adventskalender des Kirchenkreises hat die Kirchengemeinde Nahrendorf ein Wunderlicht erstellt.

Die digitalen Wunderlich t Gestalter im Überblick:

vorab das Wunderlich t Team

  • 29. November   
    Familienzentrum Plus
  • 30. November
    Kirchengemeinde Nahrendorf
  • 01. Dezember
    Brot für die Welt
  • 02. Dezember
    Kirchengemeinde St. Dionys
  • 03. Dezember   
    EHG/KHG
  • 04. Dezember   
    BETR e.V.
  • 05. Dezember   
    Nikolaus in St. Nicolai
  • 06. Dezember   
    Schulpfarrämter
  • 07. Dezember   
    Ev. Familien-Bildungsstätte
  • 08. Dezember   
    Persisch-deutsche Gemeinde
  • 09. Dezember   
    Kirchengemeinde Kirchgellersen
  • 10. Dezember   
    Ev. Kitaverband, Leitungsteam
  • 11. Dezember   
    Wichern-Adventskranz
  • 12. Dezember 
    Kirchengemeinde Scharnebeck
  • 13. Dezember   
    Kirchengemeinde St. Nicolai
  • 14. Dezember   
    Kirchengemeinde Paulus/Jugendcafé Kreideberg
  • 15. Dezember   
    Kirchengemeinde Neetze
  • 16. Dezember   
    Städtisches Klinikum Seelsorgeteam
  • 17. Dezember   
    Kirchengemeinde Embsen
  • 18. Dezember   
    Ev. Jugend St. Stephanus
  • 19. Dezember   
    Kirchenkreisjugenddienst
  • 20. Dezember   
    Kirchengemeinde St. Johannis
  • 21. Dezember   
    Kirchengemeinde
    Bardowick Ev. Jugend
  • 22. Dezember 
    Seelsorgeteam im Psychiatrischen Klinikum Lüneburg
  • 23. Dezember   
    Kirchengemeinde Lüne
  • 24. Dezember   
    Kirchengemeinde Reppenstedt
  • 25. Dezember   
    Kirchengemeinden Amt Neuhaus
  • 26. Dezember   
    Kirchengemeinde Thomasburg
  • 27. Dezember   
    Kirchengemeinde St. Michaelis
  • 28. Dezember   
    Der Vorstand der Ev.angelischen Jugend Lüneburg
  • 29. Dezember   
    Mitarbeitendenvertretung (MAV)
  • 30. Dezember   
    Notfallseelsorge im Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg
  • 31. Dezember 
    Kirchengemeinde Reinstorf
  • 01. Januar         
    Mentorat Leuphana
  • 02. Januar         
    Kirchengemeinde Deutsch Evern
  • 03. Januar       
    Lebensraum Diakonie e.V.
  • 04. Januar         
    Paul-Gerhardt-Haus
  • 05. Januar         
    Kirchengemeinde Dahlenburg Ev. Jugend
  • 06. Januar         
    Superintendenten des Ev.-luth. Kirchenkreises Lüneburg