Welt trifft Gott: Thema "Verstecken"
Achtgeben aufeinander, Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Radiogottesdienst im Kirchenkreis Lüneburg, Fotos: Will Francis
Flagge zeigen: Jegliche Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und Identität hat in unserer Kirche und bei Gott keinen Platz! Ev. Jugend und Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg
Jahreslosung 2021

„Schlüsselmomente“ - Verabschiedung von Oberbürgermeister und Kirchenpatron Ulrich Mädge

Nachricht Lüneburg, 02. November 2021

Mit einem musikalischen Abschiedsgottesdienst, Erinnerungen von gemeinsam Erlebten und guten Wünschen verabschiedeten Vertreter:innen der drei Innenstadtgemeinden St. Johannis, St. Michaelis, St. Nicolai und des Ev.-luth. Kirchenkreises Lüneburg den scheidenden Oberbürgermeister Ulrich Mädge.
„Ihr Amtsende ist ein bedeutender Einschnitt im Leben unserer Stadt und auch für die Lüneburger Kirchengemeinden“, sagte die Leitende Superintendentin Christine Schmid und zog Vergleiche zur Geschichte des Kampfes Jakobs am Jabbok. „Für was haben Sie nicht alles gekämpft, der Stadt Bestes gesucht, nicht nachgelassen – auch gerungen, mit der Sache, mit sich selbst und mit anderen“ fasste sie rückblickend zusammen.

In St. Johannis und St. Nicolai hat die Stadt das noch aus dem Mittelalter stammende Patronatsrecht* inne. Pastor Eckhard Oldenburg erinnerte an das gute Verhältnis von Nähe bei gleichzeitiger Wahrung von Distanz durch den Kirchenpatron. Pastorin Dr. Dorothea Noordveld-Lorenz wünschte „Mut und Neugier, Kraft und Zuversicht für noch unbekannte Wege“. Pastorin Silke Ideker aus St. Michaelis zog Vergleiche zwischen der Arbeitswelt und dem Pilgern, einer Leidenschaft von Ulrich Mädge: „Aufeinander achtgeben ist ein Schlüsselerlebnis“, ebenso mit Humor weiterzugehen, Ruhe zu bewahren und zur Ruhe zu kommen. Ein Blick ins Gelände helfe weiter, als immer stur auf die Karte zu schauen, sei ein denkwürdiger Satz des Oberbürgermeisters gewesen.

Zum November endete seine mehr als 30-jährige Amtszeit in Lüneburg. Ulrich Mädge resümierte: „So habe ich es mir gewünscht. Ich kann mir keinen besseren Lebensweg für mich vorstellen, es hat Spaß gemacht“.
Er habe sich verpflichtet gefühlt, Ansprechpartner nicht nur von den Patronatsgemeinden zu sein, sondern von allen Gemeinden der Stadt: „Ich habe mich in jeder Kirche wohlgefühlt, gespürt, dass man dort Kraft bekommt egal in welcher Konfession.“ Die christlichen Werte zu leben sei ihm wichtig gewesen. Neben dem irdischen Gericht, vor dem sich jeder zu verantworten habe, habe ihn in seinem Handeln auch der Gedanke an den himmlischen Richter geprägt.
„Wohl denen die da wandeln“ und  u.a. zwei besonders ausgewählte Motetten erklangen vom Vokalensemble St. Michaelis und den Kantoren Henning Voss und Joachim Vogelsänger vor den rund 50 Gästen aus den Kirchen sowie dem Familien- und Arbeitsumfeld des scheidenden Oberbürgermeisters.
*Das Kirchenpatronat umfasst teils Ehrenrechte, teils wirkliche Rechte z.B. bei der Wiederbesetzung einer Pfarrei eine Person vorzuschlagen