Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg. Fotos: Hueske
Fotos: C. Cordes (l.), B. Neß
Churches for Future
Fotos: Kirchenkreis Lüneburg, Cordes, Lehmann

Pilgerband

Seelsorge im Anders-Ort

Nachricht Lüneburg, 10. Juni 2020

Ortswechsel: „Wir sind umgezogen!“
Die Klinikseesorge freut sich, denn im Frühjahr hatte sie neue Räume bezogen. "Über Jahrzehnte war die Seelsorge im Verwaltungstrakt, dem ältesten Gebäude des Klinikums – und nun sind unsere Büros mittendrin: nahe der Zentrale und der Patientenaufnahme", erklären Inge Heck, Doris Paland und Martina Forster vom ökumenischen Seelsorgeteam im Städtischen Klinikum Lüneburg.

Wo ist der Ort der Krankenhausseelsorge?
"Zuallererst: Bei den Patientinnen und Patienten. Sie sind in diesem Haus, um sich in ihrer Erkrankung helfen zu lassen. Im Klinik-Kontext bedeutet Hilfe: untersuchen, behandeln, therapieren – etwas mit dem Patienten machen. Wir machen nichts Derartiges. Wir schenken Zeit, einen „Gesprächs-Raum“. Wir fragen nicht, was der Laborbericht sagt, sondern: „Wie ist es für Sie? Welches Bild machen Sie sich von Ihrem Leben“?", verdeulicht das Team.
Der Ort der Seelsorge im Krankenhaus ist vernetzt mit anderen: im Ethikkomitee, Besuchsdiensten, Gesprächen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. "Seelsorge als Ort „überall und nirgends“, findet auch mal zwischen den Stühlen statt, aber nach unseren Möglichkeiten immer beim Menschen", sagen die Drei.

Heimat und fremder Ort: Gottesdienst im Raum der Stille
Nahezu alle Patientinnen und Patienten werden eingeladen und können sich abholen lassen – mit Bett, Rollstuhl oder zu Fuß: zum Gottesdienst jeden Samstag um 10.30 Uhr, unterstützt von vielen ehrenamtlichen evangelischen und katholischen Begleitern, eine halbe Stunde, ökumenisch, familiär mit ca. 25 Teilnehmenden (Anmerk: in der regel, nicht unter verschärften Coronabedingungen). "Der Gottesdienst ist für viele Heimat und Fremde zugleich: Manche schauen seit langem wieder einmal in eine „Kirche“, andere finden ihre Zuversicht wieder in vertrauten Gebeten und Gesängen: Feiern trotz Krankheit, Singen in Gemeinschaft – eine das Leben feiernde kleine Gemeinde", so erleben es die Seelsorgenden.