Welt trifft Gott: Thema "Verstecken"
Achtgeben aufeinander, Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Radiogottesdienst im Kirchenkreis Lüneburg, Fotos: Will Francis
Flagge zeigen: Jegliche Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und Identität hat in unserer Kirche und bei Gott keinen Platz! Ev. Jugend und Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg
Jahreslosung 2021

Noch wirksamer werden - Bericht zur Novembersitzung der Kirchenkreissynode

Nachricht Lüneburg, 19. November 2021

Bei der Kirchenkreissynode im November haben die Mitglieder den neuen Vorstand gewählt. Dieser ist zugleich der bisherige – umso mehr Dank gebührt dem fünfköpfigen ehrenamtlichen Team für das bisherige Engagement und die Freude auf weiteres Gestalten!

Zukunftsgerichtete Planungen
Im Fokus der Kirchenkreissynode stand auch der nächste Planungszeitraum im Zukunftsprozess: Für 2023 bis 2028 sind Aufgaben in den Zukunftsgemeinschaften, die jeweils aus mehreren Gemeinden bestehen, und im Kirchenkreis neu zu strukturieren. Wie Dennis Schipporeit aus dem Koordinierungsausschuss berichtete, sollen u.a. Ideen für eine verbesserte finanzielle Zuweisung an Gemeinden gesammelt und neue Begegnungen innerhalb der Zukunftsgemeinschaften geschaffen werden. Die Herausforderungen sind bekannt: Bis Ende 2028 wird die Landeskirche Hannovers mindestens 11% weniger an finanziellen Zuweisungen verteilen, es wird mit einer geringeren Mitgliederzahl gerechnet, zeitgleich werden mehr Personen in den Ruhestand gehen als nachrücken. Um dem zu begegnen werde z.B. zukünftig die Personalplanung in den Zukunftsgemeinschaften stattfinden statt in einzelnen Gemeinden, sagte Denis Schipporeit. Dies ermögliche auch neue Konzepte und Szenarien, die angepasst an die örtlichen Bedürfnisse entwickelt werden können.
Hennig von Alten berichtete, dass die Zuschüsse des Kirchenkreises in die Gemeinden u.a. vom Gebäudebedarfsplan anhängig gemacht werden. Darin wurden die Gebäude von 30 Kirchengemeinden erfasst und nach einem Ampelsystem – grün, gelb, rot – bewertet. Mit einem besseren Überblick sind nun erste Veränderungen angegangen worden, z.B. hat Embsen das Haus am Osterberg intern vermieten können für die Jugendarbeit im Kirchenkreis, in vier Gemeinden wurden Pfarrhäuser aufgegeben oder anders genutzt. Das ganze sein ein dynamischer Prozess, „2023 erfolgt daher ein neuer Gebäudebedarfsplan, darin sind Klimaschutz und Energiemanagement stärker berücksichtigt“, kündigt Hennig von Alten an. Eventuell werde auch eine neue Bewertung der Gebäude nach Zukunftsgemeinschaften statt nach einzelnen Gemeinden realisiert.

Noch wirksamer werden beim Klimaschutz
Mit einem Werkstattbericht zum Klimaschutz im Kirchenkreis trat die Leitende Superintendentin Christine Schmid vor die rund 70 Synodenbesucher:innen. Sie erinnerte an das Bibelwort „Bebaut und bewahrt die Erde“ – „Wir müssen mehr Betonung auf das Bewahren legen. Der Kirchenkreis ist Teil des Problems und will auch Teil der Lösung sein“, machte sie anfangs deutlich. Es gäbe bereits seit längerem Bildungsarbeit sowie Veranstaltungen zum Thema Klimagerechtigkeit, fairen Einkauf werde bereits in vielen Gemeinden und im Kirchenkreis eigenständig umgesetzt. Der Friedhof Amelinghausen habe als erstes das Umweltsignet „Grüner Hahn“ erhalten, die Gebäudemanagerin sichere die Klimschutzperspektive bei allen Baupropjekten.
Ein erweitertes Konzept zum Klimaschutz und Energiemanagement könne im nächsten Sommer bei der Synode beschlossen werden. „Kirche und Christinnen haben eine Vorbildfunktion bei der Bewahrung der Schöpfung und in der Solidarität mit den schon jetzt Betroffenen“, betonte Christine Schmid auch den Aspekt der Gerechtigkeit beim Klimaschutz. Die enge Verbundenheit mit Brot für die Welt sei ein gutes Beispiel dafür. Pastor Hans-Martin Kätsch hatte im Vorfeld ihres Berichtes das Brot für die Welt Projekt für die diesjährige Weihnachtszeit vorgestellt: Die Partnerorganisation Christian Commission for Development in Bangladesh hilft den Menschen in der Küstenregion von Bangladesch, ihre Lebensweise an die veränderten Klimabedingungen anzupassen. Dort sind die Folgen des Klimawandels so heftig zu spüren wie in kaum einer anderen Gegend der Welt und es mangelt grundlegend an Wasser zum Trinken und zur Bewässerung der Felder.
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Einige Ziele des Kirchenkreises sind, die gebäudebedingte Co2 Emissionen bis 2030 um 30% zu verringern, ein Energiemanagement aufzubauen mit Heizungsumbauten, eine konsequent ökofaire Beschaffung aller Materialien, die klimaschonende Mobilität der beruflich Mitarbeitenden zu fördern und Treibhausgase mit eigenem Wald zu kompensieren. Auf mehr als insgesamt 454 Hektar Waldfläche werde auf die nachhaltige Bodenbewirtschaftung geblickt, auf Friedhöfen könne weiter die Artenvielfalt gefördert werden und Dächer für Energieerzeugung genutzt werden.

Mit einem Bericht von Superintendent Christian Cordes schloss der Abend. Er informierte u.a. über Personalwechsel und informierte über erfolgreiche Gespräche für das weitere Bestehen der Ökumenischen Ehe und Lebensberatung. Personal sei auch ein großes Thema im Ev. Kitaverband. Mit 14 Kitas in 12 Kirchengemeinden sei es der größte freier Träger in der Region und übernehme erfolgreich die organisatorischen Aufgaben für die Kirchengemeinden. Eine Herausforderung aufgrund der Arbeitsmarktlage und gesellschaftlicher Bedingungen – wird die Arbeit genug gewertschätzt und vergütet? – sei es laut Christian Cordes, Mitarbeiter:innen zu gewinnen. Einen spannenden Einblick gab der Superintendent auch in den Bereich der Notfallseelsorge, bei dem rund 60 Einsätze pro Jahr in unserer Region anfallen. Die 28 beteiligten Pastor:innen und Diakon:innen aus dem Kirchenkreis stünden dafür abwechselnd rund um die Uhr zur Verfügung, um Menschen in Notlagen beizustehen. Auch Seelsorge für die Einsatzkräfte gehöre zu den Aufgaben und dafür gäbe es viel positives Feedback.