Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg. Fotos: Hueske
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Churches for Future
Fotos: Kirchenkreis Lüneburg, Cordes, Lehmann

Pilgerband

Erste Kirchenkreissynode 2020 hat stattgefunden

Nachricht Lüneburg, 23. Juni 2020

Wie hat Corona den Kirchenkreis beeinflusst, welche Projekte sind gut gelaufen und was gibt es zu verbessern? Neben dem Bericht der Leitenden Superintendentin über die Auswirkungen von Corona standen bei der ersten Kirchenkreissynode in diesem Jahr (22. Juni 2020) auch der Gebäudebedarfsplan, der Zukunftsprozess 2035, das Thema Fusionen und eine Änderung im Stellenrahmenplan auf dem Programm. 

Für die Beschlüsse und Informationen kamen die von den Kirchenvorständen gewählten und die berufenen Mitglieder im Kulturforum Gut Wienebüttel zusammen - dort gab es ausreichend Platz, um den durch Corona erforderlichen Abstand zu wahren.
Die Sitzung des Kirchenparlamentes begann am Nachmittag mit einer kleinen Andacht. Die Leitende Superintendentin stellte im Anschluss die Auswirkungen von Corona auf die Arbeitsbereiche im Kirchenkreis dar: welche Unterstützungsangebote in den Gemeinden entstanden, dass neue mediale Projekte entwickelt wurden und welche Regelungen die Planungen beeinflusst haben. Sie informierte auch darüber, dass es trotz der von der Landeskirche zur Zeit geschätzen 90 Mio. Euro an finanziellen Einbußen keine Änderungen im Hausshaltsjahr 2020 vorgenommen werden müssen. Für das Haushaltsjahr 2021-22 stehen die bereits vor Corona angedachten 1,5 Prozent Einsparungen an sowie Personalkostensteigerungen ungefähr im selben Umfang. Letztere werden auch zukünftig nicht mehr von der Landeskirche übernommen. Zur Zeit fehlende Spenden und Kollekten werden teilweise von der Landeskirche ausgeglichen. Für die Zukunft gelte es u.a. weiterhin, die Zusammenarbeit der Gemeinden zu stärken, attraktive Arbeitsplätze in Teams anzubieten und sowohl Gottesdienste als auch Gemeinde neu zu denken und zu feiern.

Zeitgemäße und bezahlbare Gebäude sind für den Kirchenkreis und die Gemeinden das Ziel beim neu erstellten Gebäudebedarfsplan. Dieser spielt nicht nur eine Rolle bei den Zuwendungen der Landeskirche, sondern bietet auch eine Arbeitshilfe für Gremien, ist wichtig für den Klimaschutz und "einen zielgerichteten und vernünftigen Mitteleinsatz", informierte Henning von Alten aus der Steuerungsgruppe die Mitglieder der Synode. Er stellte die Parameter vor und das bisherige Ergebnis der Begutachtungen in den 31 Gemeinden: bei den Gemeindehäusern liegen 14 im grünen Bereich, 20 im gelben und 12 im roten. Bei den Pfarrwohnung liegen 18 im grünen Bereich, 11 im gelben und eine im roten. Die Zahlen dienen nun als weitere Arbeitsbasis.

Beim Bericht zum Zukunftsprozess 2035 stellte Pastor Dennis Schipporeit die von den Gemeinden selbst vorgenommene Zuordnung in sieben Zukunftsgemeinschaften vor. Es wurde auf der Synode beschlossen, dass bis Ende 2020 die Gemeinden die Zusammenarbeit schriftlich vereinbaren. Eine Zukunftsgemeinschaft beinhaltet eine gemeinsame Verantwortung, die gegenseitige Vertretung der Hauptamtlichen, eine verlässliche Abdeckung der Kasualien, die gemeinsame Zukunftsplanung und Dienstbesprechung der Hauptamtlichen. Darüber hinaus bieten sich beispielsweise auch eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit an und die Erstelllung von Angeboten im digitalen Bereich. Es öffnen sich neue Möglichkeiten: So wäre es denkbar, einen übergemeindlichen Eventmanager oder eine Bürokraft einzustellen, führte Dennis Schipporeit aus. Letzteres seinen Küraufgaben, die die Kirchengemeinden individuell im weiteren Prozess miteinander vereinbaren könnten.

Im Stellenrahmenplan wurde verabschiedet, dass Pastorin Dorothee Kanitz als Springerin im Kirchenkreis bis zu ihrer Pensionierung, voraussichtlich 2023, tätig sein wird. Vakanzen, Elternzeiten und Abwesenheiten können so verlässlich abgedeckt werden.

Die Verwendung landeskirchlicher Sondermittel aus 2019 und 2020 wurde im Anschluss verabschiedet. So gehen die Zahlung von 291.000 Euro vom Landeskirchenamt zu 1/3 an die Gemeinden zur freien Verwendung zum Beispiel für diakonische Zwecke oder Personalkosten, 1/3 wird für die Förderung der Zukunftsgemeinschaften eingesetzt und 1/3 geht an den Kirchenkreis, der 50% für den Lebensraum Diakonie zur Verfügung stellt und 50% für Projekte einsetzen wird. 146.00 Euro Sonderzahlungen aus diesem Jahr werden für eine die Gemeinden unterstützende IT-Abteilung im Kirchenkreisamt verwendet.

Zum Abschluss wurde den bisherigen Mitgliedern der landeskirchlichen Synode herzlich für ihr Engagement und die regelmäßigen Berichte bei der Kirchenkreissynode gedankt. Anja Schneider, Thomas Reisner und Gerhard Tödter bekamen Blumen überreicht und einen großen Applaus. Das neu gewählte Synodenmitglied Henry Schwier berichtete anschließend von der ersten Sitzung der Landessynode.

Die nächste Kirchenkreissynode ist für Mittwoch, den 2. Dezember 2020 angesetzt.

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