Gedenken, Fotos: Sarah Coates, Nicola Fioravanti

Lüneburg gedenkt der Verstorbenen der Corona-Pandemie - per Video und Gedenkort am Rathaus

Nachricht Lüneburg, 21. April 2021

"Mehr als nur eine Zahl“
Die Corona-Pandemie hinterlässt tiefe Spuren, bringt seit dem vergangenen Frühjahr Leid und Trauer in viele Häuser. Was für Familien und Freunde zusätzlich sehr belastend ist: Ein angemessener Abschied von den Verstorbenen ist durch die corona-bedingten Einschränkungen oft nicht möglich. Um der Verstorbenen der Pandemie gemeinsam zu gedenken, richtete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Sonntag, 18. April 2021, eine zentrale Gedenkveranstaltung aus und hatte angeregt, dass ebenso in möglichst vielen Städten und Gemeinden eine Möglichkeit geschaffen wird, Anteilnahme zu zeigen.

Einem diesbezüglichen Aufruf des Deutschen Städtetages folgend, haben die Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen, die Hansestadt und der Landkreis Lüneburg der mehr als 50 Verstorbenen in Lüneburg mit einer gemeinsamen Aktion unter dem Motto „Mehr als nur eine Zahl“ gedacht, ebenfalls an dem Sonntag.
Die Gedenkveranstaltung wurde im kleinen Kreis abgehalten – liturgisch gestaltet von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Lüneburg. Im Anschluss an die kurze Andacht legten Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Ratsvorsitzende Christel John, Landrat Jens Böther und Kreistagsvorsitzende Dr. Inge Voltmann-Hummes Kränze nieder. Die Landeszeitung hat die Veranstaltung per Livestream auf ihrer Facebook-Seite übertragen. Der Livestream ist nachzuschauen und wurde um einen kleinen Film ergänzt (siehe oben), Texte und Gebete zum Nachlesen sind bereitgestellt. Denn für die Veranstaltung war aufgrund der Corona-Zahlen kein Publikum zugelassen. Von einem großen Gottesdienst auf dem Marktplatz haben die Beteiligten nach reiflicher Überlegung Abstand genommen.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge sagte: „Wir möchten mit diesem Tag des Innehaltens zeigen, dass wir als Gesellschaft Anteil nehmen, die Toten und das Leid der Hinterbliebenen nicht vergessen. Wir sind in Gedanken bei den Verstorbenen und ihren Angehörigen.“

Lüneburgerinnen und Lüneburger sollen aber nicht nur virtuell, über die filmische Begleitung Anteil nehmen können. Nach der Gedenkveranstaltung ist am Rathaus für zwei Wochen ein zentraler Gedenkort eingerichtet, an dem alle Menschen ihre Anteilnahme ausdrücken und zum Beispiel Blumen, Bilder und andere Andenken an die Verstorbenen niederlegen können.