Fotos: Kirchenkreis Lüneburg, Cordes, Lehmann
Fotos: B. Neß
Churches for Future
Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg

Ausstellung: "Die Kinder der 'Operation Shamrock'

Eine Ausstellung über deutsche Kinder, die nach dem 2. Weltkrieg von irischen Familien aufgenommen wurden.
Operation Shamrock war die Bezeichnung einer Aktion, die deutsche Kinder nach Irland brachte. Größtenteils 1946 wurden über 450 kränkelnde, unterernährte und oftmals traumatisierte Kinder aus dem kriegszerstörten Deutschland, und zwar ausschließlich aus NRW, nach Irland geschickt. Die meisten der Kinder kehrten später in ihre Heimatländer zurück, aber einige wurden von ihren irischen Gastfamilien adoptiert. Ungefähr 50 von ihnen blieben für immer in Irland.

Die Ausstellung "Die Kinder der 'Operation Shamrock'“ ist den Kindheitserinnerungen von 18 Menschen gewidmet, die ihre prägenden Jahre in dem bitter armen, aber umso herzlicheren und gastfreundlichen Irland verbracht haben. Heute sind diese „Kinder“ um die 80 Jahre alt.

Ihre Geschichten sind nicht nur bewegend, sondern vor allem authentisch und geben einen Einblick in diese besondere Geste von Mitgefühl und deutsch-irischer Freundschaft. Die Erinnerungen der Protagonisten bieten viel Diskussionsstoff: Was macht Identität aus? Was gab den Kindern innere Stabilität? Worunter litten sie? War Deutschland nach einem dreijährigen Aufenthalt in Irland noch Heimat? Wie war der Wiederanfang in Deutschland, auch mit der eigenen Familie? Wie wurden die Lebenswege der "Shamrock Kinder" und die ihrer Gastgeber durch die Aktion geprägt? Was bewegte die Gastgeber (in einem der ärmsten Länder Europas) zu ihrer Einladung? Auch die Gesichter der „Shamrock Kinder“ zeigen die Spuren eines bewegten Lebens und sind darum essentieller Teil der Ausstellung.

Die deutsch-amerikanische Journalistin Monica Brandis kuratierte die Ausstellung, der mexikanische Fotograf Sidarta Corral porträtierte die Protagonisten.

Die Ausstellung wurde mittlerweile in Dublin, Berlin, München, Köln, Würzburg, Siegen, Warendorf und Bonn gezeigt und erfreut sich regen Interesses der Öffentlichkeit und der Medien.

Am 22. April wird sie in Lüneburg eröffnet, um 18 Uhr im Kreuzgang des Kloster Lüne.
Zur feierlichen Eröffnung wird die Ausstellungskuratorin Monica Brandis über ihre Recherchen sprechen. Auch zwei Augenzeugen werden anwesend sein, zwei damalige Kinder, die von irischen Familien aufgenommen wurden. Agnes Thevis und Herbert Remmel sind mittlerweile über 80 Jahre alt und berichten über ihre Erfahrungen.

Die Ausstellung kann im Anschluss an die reguläre Klosterführung besichtigt werden.
Es ist auch möglich, nur die Ausstellung zu besichtigen. Öffnungszeiten siehe unten.
Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende gebeten.
Am Sonntag den 3. Mai um 18 Uhr wird es in der Klosterkirche Lüne einen Gottesdienst zu diesem Thema geben, gehalten von Henry Schwier, Diakon der Kirchengemeinde Lüne.

Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag 10:30 – 12: 30; Sonntag 11:30 – 13 Uhr; Dienstag bis Sonntag 14:30 – 17 Uhr
Eintritt frei, Bitte um Spende

Gottesdienst: 3. Mai 2020, 18 Uhr Klosterkirche

Veranstalter: Kirchenkreis Lüneburg

Bildquelle:

Wann