Fotos: Kirchenkreis Lüneburg, Cordes, Lehmann
Reformationsgottesdienst 2017 in Lüneburg, Luther: Georg Pencz wiki commons
Kandidieren für die Kirchenvorstandswahlen
Fotos: B. Neß
Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg

Folgen der Reformation

Nachricht Lüneburg, 13. Oktober 2017
Spuren-Suche-Zukunft: Reformationsjubiläum im Kirchenkreis Lüneburg

Ende Oktober startet die neue Reihe der Akademie am Vormittag. Diesmal stehen die „Folgen der Reformation“ im Mittelpunkt der eineinhalbstündigen Treffen. Sie finden im Museum Lüneburg statt, im Markus-Heinemann Saal, Eingang durch die Wandrahmstr. 10.

Das Programm vom 27. Oktober bis 15. Dezember:

  • 27.10.: Die katholische Reform im 16. Jahrhundert – Christian Kindel, kath. Pastoralreferent
    In die überfälligen Reformen und die Erneuerung der abendländischen Kirche im 16. Jahrhundert waren Bewegungen in ganz Europa eingebunden. An diesem Vormittag soll es um die Reformen in der alten Lateinischen Kirche gehen, die wesentlich ein spanisches und italienisches Gesicht trugen.
     
  • 3.11.: Reformation und Krieg – Wolf Peter Meyer, ev.-luth. Theologe
    Der Augsburger Religionsfriede - „wessen Gebiet - dessen Religion“ - von 1555 war ein konfessionelles Stillhalteabkommen. Einen dauerhaften Frieden hat es jedoch nicht gebracht. Im Gegenteil: Hier liegt eine der Wurzeln für einen blutigen Religionskrieg in Europa, den Dreißigjährigen Krieg. Warum?
     
  • 10.11.: Luthers Zwei-Reiche-Lehre auf dem Prüfstand – Hans Hermann Jantzen, ev.-luth. Theologe
    Martin Luther hat die geistliche Macht durch das Wort und die weltliche Macht durch „Gesetz und Schwert“ als zwei Regierweisen Gottes verstanden. Macht das in einer säkularisierten Welt noch Sinn? Raushalten oder Einmischen? Sollen Christen politische Verantwortung übernehmen? Darf die Kirche „politisch predigen“? Darüber möchte ich ins Gespräch kommen.
     
  • 17.11.: Vom Pfarrhaus zur Diakonie – Renate Schwarz-Schieferdecker, ev.-luth. Theologin
    Oft ein stattliches, nah bei der Kirche stehendes Haus, in dem die Pfarrfamilie wohnt bedeutet das mehr als nur eine seit der Reformation neu geprägte Lebensform? Die Offenheit eines Pfarrhauses geht eine enge Verbindung ein mit der Verbindlichkeit des Glaubens und dem Schutz der Diensträume für schutzbedürftige Gespräche.
     
  • 24.11. Der Geist des Protestantismus und die Wirtschaft – Max Weber, Dr. Heike Düselder, Historikerin
    Ist der Soziologe Max Weber mit seinen Thesen über die protestantische Ethik heute noch aktuell? Welchen Zusammenhang zwischen Religion und Wirtschaftsentwicklung  glaubte er zu erkennen? Der Vortrag richtet den Blick auf einen der großen Denker, der Wissenschaft und Gesellschaft nachhaltig geprägt hat und dessen kulturhistorische Thesen bis in die Gegenwart diskussionswürdig geblieben sind.
     
  • 1.12.: Die Reformation und ihre Prägekraft für das Kirchenlied – Dr. Jochen Arnold, A-Kirchenmusiker, ev.-luth. Theologe, Direktor des Michaelisklosters Hildesheim
    Die Reformation ist ohne Musik kaum denkbar. Von dieser Idee ist Luther ausgegangen und hat 1523 angefangen selbst Lieder zu schreiben. Die deutschsprachigen Lieder im Gottesdienst und auf der Straße haben die Welt verändert. Davon wollen wir hören und auch singen, auch ganz neue Lieder.
     
  • 8.12.: Gelebter Glaube zwischen Frömmigkeit und Spiritualität, Silke Ideker, ev.-luth. Theologin „Das Leben ist nicht ein Frommsein, sondern ein Frommwerden, [...] nicht ein Sein, sondern ein Werden, nicht eine Ruhe, sondern eine Übung.“ sagte Martin Luther. Wie hat sich die Art und Weise Glauben zu leben im Lauf der Zeit gewandelt? Glauben  Menschen heute weniger als noch vor Jahrzehnten? Wie leben wir Glauben? Eine Annäherung an christliche Praxis in unserer Zeit.
     
  • 15.12.: Ansichts-Sachen: Braucht Kirche Kunst? – Hartmut Rehr, ev.-ref. Th.
    Das Verhältnis der Kirchen der Reformation zur Kunst ist von Anfang an ambivalent und in mancher Hinsicht nur scheinbar eindeutig. Wo stehen wir heute? Kunst versteht sich - wie die Kirche - als Raum der Weltdeutung und verweist über sich hinaus. Der Vortrag formuliert Gedanken und zeigt Bilder zu einer schwierigen Beziehung.