Fotos: Kirchenkreis Lüneburg, Cordes, Lehmann
Fotos: B. Neß
Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg

Gottesvorstellungen im Fokus

Nachricht Lüneburg, 16. Januar 2018

Rund um verschiedene "Gottesbilder" gestaltet die Ev. Familien-Bildungsstätte in Lüneburg die kommende "Akademie am Vormittag" vom 26. Januar bis 6. April:

  • Schöpfungsmythen
    26. Januar, Wolf Peter Meyer, Theologe:
    Menschen aller Kulturen geben in ihren Schöpfungsmythen Antworten auf die Frage nach der Entstehung der Welt. Dabei zeigen sich verblüffende Ähnlichkeiten, aber auch gravierende Unterschiede. Das Nachdenken über die Herkunft ist meist auch verbunden mit der Entdeckung von Transzendenz.
  • Andere Götter neben mir, babylonische, ägyptische
    9. Feburar, Renate Schwarz-Schieferdecker
    Wie entstehen Götterbilder? Unterliegen sie Entwicklungen? Hatte der eine Gott Israels womöglich Vorbilder?Aus den Wanderbewegungen der israelitischen Stämme nach Ägypten und Babylonien?  Welchen Göttern glaubte man dort? Diesen Fragen möchte ich nachgehen.
  • Gottesbilder in der Bibel
    16. Februar, Martin Hinrichs, Ev.-ref. Theologe:
    Das christliche Gottesbild ist in der klassischen Lehre sehr stark vom Glauben an Jesus Christus her geprägt worden. Dieser Ansatzpunkt hat etwa zur Unterteilung der Heiligen Schrift in "Altes" und "Neues Testament" geführt. Aber die Vielfalt der Sichtweisen auf Gott wurde dadurch nicht aufgehoben. In keiner Weise entspricht sie dem herkömmlichen Bild vom alten Opa mit weißem Bart auf der Wolke.
  • Atheismus in Geschichte und Gegenwart
    23. Februar, Jürgen Steinecke, Geschäftsführer Humanistischer Verband Niedersachsen:
    Noch heute haftet dem Atheismus etwas eigentlich Ungehöriges an. Das sind die Nachwirkungen einer jahrhundertelangen Unterdrückung freiheitlichen Gedankenguts, in dem man Gefahr für den Staat sah. In einem pluralistischen Staat können die für alle verbindlichen Regeln nicht auf einer Ethik aufgebaut werden, die aus Normen besteht, die aus weltanschaulichen Gründen nur von einem Teil der Bevölkerung anerkannt wird.
  • Feministische Theologie
    2. März, Silke Ideker, Theologin:
    Feministische Theologie hat sich aus der kirchlichen Frauenbewegung seit Mitte der 1960er Jahre entwickelt. Sie nähert sich den zentralen Themen der Theologie aus der Perspektive und dem Erfahrungshintergrund von Frauen in unterschiedlichen Lebenszusammenhängen. Informationen und Beispiele geben einen Einblick in diese Art des theologischen Denkens und Verstehens.
  • Gottesvorstellungen im Judentum
    9. März, Dr. Gábor Lengyel, Rabbiner der liberalen jüdischen Gemeinde Hannover:
    Das zweite Gebot aus den Zehn Geboten lautet u.a.: "Du sollst dir kein Bild machen und keinerlei Gestalt von dem, was im Himmel oben, oder im Wasser unter der Erde ist.‘ Juden entwerfen keine Gottesbilder, wir sprechen über die jüdische Gotteserfahrung. Gott hat viele Namen, aber keine bildliche Vorstellung im Judentum.
  • Gottesbilder im Islam
    16.März, Daud Ata, Ahmaddiyya Muslim Jamaat:
    Wer ist der Gott der Muslime? Was zeichnet Ihn aus und worin liegen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Gottesbildes im Islam im Vergleich zu anderen Religionen? Der Vortrag wird diese zentralen Fragen anhand von islamischen Quellen und aus der Sichtweise von Muslimen beantworten.
  • Gott im Bild -  Bilder von Gott in der Kunst
    6. April, Hartmut Rehr, Theologe:
    Bilder von Gott zeigen uns, was Menschen von Gott glauben. Sie machen das Denken über Gott sichtbar und anschaulich. Gott selbst können sie nicht darstellen. Die Gottesbilder der Bilder sind notwendig einseitig und begrenzt. Aber gerade so können sie unsere Sicht auf Gott aufweiten und neu akzentuieren.