Fotos: Kirchenkreis Lüneburg, Cordes, Lehmann
Fotos: B. Neß
Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg

Reformationstor in Lüneburg

Nachricht Lüneburg, 02. Mai 2017

Auf dem Vorplatz vor der St. Johanniskirche steht ein großes Reformationstor. Unter dem Titel "500 Jahre evangelische Glaubensbilder & Glaubenswege" wurde das Tor vom Kirchenkreis Lüneburg anlässlich des Reformationsjubiläums erstellt. 2017 jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen. Das Tor lädt ein zur  Spurensuche und zum Weiterdenken.
Es ist mit 3,66 Metern Höhe und 4,12 Metern Breite zum Durch- und Umgehen. Die Holzkonstruktion wird mit Platten versehen, auf die bedruckte Folien gespannt werden. Sie zeigen Bilder aus der Reformationszeit und von heute.

Superintendentin Christine Schmid sagt: „Aufgegriffen werden zum Beispiel Themen aus der Bibel oder sich verändernde Weltbilder von damals bis heute.“ Die Reformation habe neue Tore im Glauben und im Leben aufgemacht. "Welche Tore müssen wir heute aufstoßen oder offen halten? Das Tor zum Begehen, zum Umgehen, zum Bilder Entdecken – lädt ein zur Spurensuche und zum Weiterdenken."

Pastor Silke Ideker, Reformationsbeauftragte im Kirchenkreis Lüneburg, beleuchtet einen weiteren Aspekt: "Wenn ich Bilder sehe, gehe ich auf Entdeckung. Bilder fragen nach den Bildern in mir. Was ist uns wichtig im Glauben und im Leben? Darüber wollen wir mit den Menschen im Gespräch bleiben.“

Das Tor wird bis November zu sehen sein.

Volles Programm:
Das Team aus Kirchen, Kloster, Museen, Theater und viele anderen hat zahlreiche Veranstaltungen im Jahr des Reformationsjubiläum zusammengestellt. Im Kalender der Homepage www.spuren-suche-zukunft.de ist eine breite Übersicht zu finden.

Glaubensbilder - Glaubenswege.
Bilder zeugen vom Glauben, früher und heute. Sie sind von großer Bedeutung, auch für die evangelische Kirche des Wortes. Die in der Bibel gefundenen Überzeugungen werden durch die Kunst anschaulich gemacht. Zum Beispiel von Lucas Cranach, dem Maler und Freund Martin Luthers: er zeigt Maria ohne Heiligenschein – ein Vorbild, aber keine Heilige – und Luther mit dem Kelch – Brot und Wein beim Abendmahl für alle Gemeindeglieder. Oder von Uwe Appold, einem Maler unserer Zeit: er arbeitet im Bild sein Oberhemd beim Kreuz ein – er zeigt persönlichen Glauben ohne kirchliche Zwischeninstanz.