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Fotos: B. Neß
Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg

Erster ökumenischer Martinsumzug

Nachricht Lüneburg, 13. November 2017

Mehrere Hundert Kinder und Erwachsene folgten St. Martin, als er auf seinem Pferd den ersten ökumenische Martinsumzug in Lüneburg am Freitag, 10. November durch die Stadt führte. Eingeladen haben katholische Kirche und Evangelisch-lutherischer Kirchenkreis Lüneburg.
Der Umzug stand unter dem Motto „Freundschaft zählt“ - ein Thema, das auch Teil der Kinderbuches "Lutherin Lüneburg" ist. Es wurde anlässlich des Reformationsjubiläums in diesem Jahr vor Kirchenkreis herausgegeben.
 

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Sankt Martin, El Greco

Martin von Tours - vom Soldaten zum Bischof
Im Jahr 316 n. Chr. wurde er als Sohn eines römischen Offiziers im heutigen Ungarn geboren. Mit fünfzehn Jahren ging er zur Armee. Als er an einem kalten Wintertag an einem hungernden und frierenden Bettler vorbeiritt, teilte er seinen Mantel mit seinem Schwert und schenkte dem Bettler die eine Hälfte. Im Traum in der folgenden Nacht gab sich dieser als Jesus Christus zu erkennen. Danach ließ Martin sich taufen. Er verließ das Militär und ging in die französische Stadt Poitiers zu Bischof Hilarius, der sein Lehrer wurde.       
Martin wurde schließlich selbst Bischof und vollbrachte in den fast 30 Amtsjahren angeblich zahlreiche Wunder und Heilungen. Er starb mit  fast 80 Jahren, wurde später heiliggesprochen und ist Schutzpatron für viele Berufe, Bettler und Haustiere.

Laterne
Das Spazierengehen mit einer Laterne könnte sich daraus entwickelt haben, dass die Leute am Grab des heiligen Martin oft Lichterprozessionnen gemacht haben. Eine andere Möglichkeit ist, dass es aus dem bäuerlichen Brauch stammt, zum Dank für die Ernte auf den abgeernteten Feldern Feuer zu entzünden. Die Kinder haben dort Fackeln angesteckt oder ausgehöhlte Rüben und Kürbisse, sogenannte "Trullichter". Mit diesen Lichtern sind sie durch die Orte gezogen, haben Obst und Gebäck erbettelt.