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Ev.-luth. Kirchenkreis Lüneburg

Gesundheitstag 2017 im Kirchenkreis

Nachricht Lüneburg, 14. November 2017

Der Kirchenkreis Lüneburg lud die Mitarbeitenden aus den Kirchengemeinden, den Kitas, dem Diakonieverband und der Verwaltung zu einem Gesundheitstag (Donnerstag, 9.11.17) ins ökumenisches Zentrum in St. Stephanus Kaltenmoor ein. „Bei drei Workshops und einem offenen Marktplatz ging es um Bewegung, Entspannung, den Geist und die Ernährung. Das alles in lockerer Atmosphäre“, beschreibt Annette Wulff-Rudat vom Kirchenkreis, die zusammen mit Ulrich Beuker von der Mitarbeitendenvertretung den Tag vorbereitet hat. Beim offenen Marktplatz gab es u.a. die Möglichkeit, bei einer Muskelanalayse, einem Balance-Check und an einer Blutzuckermessung teilzunehmen.

Zwischen Bewegung und Entspannung
So unterschiedlich der Alltag der rund 80 Teilnehmenden aussieht – von Bildschirmarbeit und sitzender Tätigkeit bis zum Ständig-auf-den Beinen-Sein – Verspannungen und Rückenschmerzen kennen viele. 
Daniel Hoßbach arbeitet im Ma Donna, wenn er im Betreuungsdienst ist, so sagt er, „sitze ich fast gar nicht. Zu Ruhe zu kommen ist eher die Herausforderung.“ Aus dem Workshop „Gut für Körper und Seele“ nimmt er mit, sich bewusst kurze Pausen zu setzen. Der leidenschaftliche Rennradfahrer macht gerne Sport, aber im Alltag komme das manchmal zu kurz. Er nimmt sich daher vor „auch wieder zu Hause mehr Zeit für Sport einzuplanen.“
Die Pfarrsekretärin Gesa von Gordon sitzt dagegen viel am Schreibtisch und hat sich durch den Workshop wieder daran erinnert, dass ein bewusstes An- und Entspannen eine „einfache und gute Übung zum schnellen Lockern der Muskeln ist.“ Neben der Körperwahrnehmung sei  auch die innere Haltung wichtig, findet sie: „Ich bin dankbar für das, was mir im Leben geschenkt wird.“

Praktische Tipps und Übungen für Hals-, Rücken- und Bauchmuskeln bekamen die Teilnehmenden im Kurs „Mobil durch Bewegung“. „Die Probleme in unserem Kulturkreis entstehen meistens durch Unterforderung, nicht Überforderung“, erklärte Sportwissenschaftlerin Janina Thießel. Oft würden nur 20% der Muskelfasern arbeiten. Dagegen könne man schon mit einfachen Übungen angehen.

Janina Thießel gibt den Teilnehmenden noch einen weiteren Hinweis mit: Untersuchungen hätten ergeben, dass die eigene Entspannungsfähigkeit und die Stimmung untereinander am Arbeitsplatz ebenso wichtig seien - wenn nicht gar wichtiger - als eine Rückenschule.

Gesund und abwechslungsreich
In Gemeinschaftsarbeit hat eine andere Gruppe währenddessen in der Küche beim Workshop „Ernährung“ mit Verena Seedorf gesunde Pausensnacks hergestellt. Zusammen wurde Obst und Gemüse geschnippelt, gebraten und püriert. Annette Wulff-Rudat vom Organisationsteam sagt: „Gesunde Ernährung trägt viel zum Wohlbefinden bei. Da wollten wir mit ein paar einfachen Rezepten, die man auch alle zu Hause und ohne viel Aufwand nachkochen kann, Anregungen bieten.  So sind Gemüsebällchen, ein pflanzlicher Aufstrich, Salate und – der Renner  – der Orangen-Haferflocken-Smoothie entstanden.“

Für Informationen rund um die persönliche Gesundheit sorgten die Anbieter des offenen Marktplatz, da gab es u.a. die Muskelkraftanalyse und einen Balancecheck, Blutzucker, - sauerstoff und -druckmessung sowie einen Sehtest.

Besonders die Abwechslung und auch den gemeinschaftlichen Aspekt des zweiten Gesundheitstages fanden viele Teilnehmer gut. Gesche Napoli aus dem Kirchenkreisamt: „Man konnte ganz locker mit anderen ins Gespräch kommen. So ist man auch noch mal vielen netten Leuten aus dem Kirchenkreis begegnet, die man vorher nicht kannte.“

Beispielübungen aus dem Bewegungsworkshop: Die rechten Hand seitlich an den Kopf legen und leichten Druck aufbauen, der Kopf hält dagegen. Im Anschluss das gleiche mit der linken Seite. Dann noch einmal die Hände am Hinterkopf verschränken und sanften Druck nach vorne aufbauen, der Kopf hält wieder dagegen. „Das kann man mehrmals am Tag wiederholen und so die Muskeln der Halswirbelsäule stärken“, erklärte Janina Thießel.